Mein erstes Probeplotten: der Teaser

Wie manche von euch vielleicht schon auf Instagram, oder meiner Facebookseite gesehen haben, bin ich bei Art of Singer im Probeplotter-Team für die aktuellen Plotts von Moni.

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Und nachdem ich jetzt auch gelernt habe, was ‚teasern‘ bedeutet, möchte ich das hiermit auch tun. Ich will ja zeigen was ich gelernt habe. 🤣

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Die neuen Motive machen Lust auf Frühling. Ich bin ganz begeistert dabei. Es ist ja auch mein erstes Probeplotten. Bin direkt nervös, wenn ich die Fotos hochlade. ☺️

Schon morgen könnt auch ihr die ersten, neuen Dateien testen.
Ihr dürft gespannt sein. 🌷☀️🌈

 

 

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Stoffwindeln: eine Energie-, Kosten- und Popobilanz

Sind Stoffwindeln tatsächlich günstiger als Wegwerfwindeln? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich viele, die überlegen, auf ‚Stoffis‘ umzusteigen (oder damit anzufangen).
Auch ich hab mich schon oft gefragt wie viel Geld wohl für Pampers & Co. draufgeht. Deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht diesen, doch erheblichen Teil der Stoffwindel-Wickel-Geschichte, durchzurechnen.

Energieaufwand vs. Www-Müllberg
Ein Kind, das 2,5 Jahre gewickelt wird, hinterlässt einen Windelmüllberg der ungefähr fünf Meter hoch wäre und ca. eine Tonne schwer. Auf Grund des Plastikanteils in den Windeln bleibt uns diese dann auch noch 55 (im schlimmsten Fall 500) Jahre erhalten, ganz abgesehen davon, dass die Windeln dann auch noch in einer Plastikverpackung stecken. In manchen Städten erreichen die Www 10% des gesamten Müllaufkommens. Unglaublich oder?
Natürlich sind die Stoffis auch kein reines Umweltwunder, denn sie müssen, logischerweise, gewaschen werden und das nicht zu knapp.
Grundsätzlich versuche ich die Windeln möglichst nicht separat zu waschen, sprich es landen immer auch Handtücher, Geschirrtücher, Unterhosen und sonstige 60° Wäsche mit in der Maschine. Aber waschen ist waschen ist waschen…

Also rechnen wir mal nach: wir haben eine relativ neue Waschmaschine des Herstellers ‚Indesit‘ mit 7kg Fassungsvermögen.
Wasserverbrauch pro Waschgang (60°): ca. 47 Liter
Stromverbrauch pro Waschgang (60°): 0,94 kWh
Waschmittelverbrauch (60°): ca. 60ml
Aufs Jahr gerechnet ergeben sich folgende Zahlen (wenn alle zwei Tage gewaschen wird):
Wasserverbrauch/Jahr: 8.601L (8,6m3)
Stromverbrauch/Jahr: 172kwH
Waschmittelverbrauch/Jahr: 11L
Das ist, umwelttechnisch gesehen natürlich auch keine Nullbilanz…

Die Angaben sind ungefähre Zahlen und natürlich ohne Gewähr.

So, stellt sich auch noch die finanzielle Frage. Dieser Aspekt taucht, bei uns Eltern, die die Kohle jetzt auch gar nicht mal so dicke haben und den neugierigen FragestellerInnen natürlich auch immer schnell auf. Also habe ich das auch mal durchgerechnet.

Sind Stoffwindeln tatsächlich billiger als Www?
Ich rechne mal die Durchschnittskosten im 1. Lebensjahr.
Beginnen wir mit den Stoffwindeln:
Wasserverbrauch/Jahr (€ 2,10/m3): € 18,06
Stromverbrauch/Jahr (0,21Ct/kWh): € 36,12
Waschmittel/Jahr (€ 2,53/L): € 27,83
Anschaffungspreis Pocketwindel (€ 11,95/Stk.): € 143,40
Anschaffungspreis Überhosen (€ 17,98/Stk.): € 107,88
Anschaffungspreis Mullwindeln (€ 2,39/Stk.): € 71,70
Gesamtpreis fürs erste Wickeljahr: € 404,99

Hier habe ich mit unseren angeschafften Stoffwindeln gerechnet. Die Anschaffungskosten variieren natürlich stark nach Marke der Stoffis.

Und die Kosten für Www im 1. Lebensjahr:
Hier sei gesagt, dass unsere Maus sehr zart ist. Wir würden also immer noch mit 1er Windeln wickeln. Und ich nehme einen fiktiven Wickelintervall von anfangs 10 Windeln/Tag, dann 7 (ab dem 5. Monat). An den Rechner, fertig, los:
10 Windeln/Tag = 70 Windeln/Woche = 280Windeln/Monat
7 Windeln/Tag = 49 Windeln/Woche = 196 Windeln/Monat
Monat 1 – 5: 1.316 Windeln
Monat 6 – 12: 1.372 Windeln
Kosten Monat 1 – 3 (babylove 1 0,17Ct./Windel): € 47,60
Kosten Monat 1 – 3 (Pampers 1 0,23Ct./Windel): € 193,20
Kosten Monat 4 – 7 (babylove 2 0,15Ct./Windel): € 142,80
Kosten Monat 4 – 7 (Pampers 2 0,22Ct./Windel): € 209,44
Kosten Monat 8 – 12 (babylove 3 0,12 Ct./Windel): € 117,60
Kosten Monat 8 – 12 (Pampers 3 0,21Ct./Windel): € 205,08
Müllentsorgungskosten bei wöchentlicher Entleerung/Woche: € 4,18/40kg
Eine volle Windel wiegt im Schnitt 225g. In eine Restmülltonne passen 40kg rein.
Müllentsorgungskosten Windeln/Jahr: € 100,8
Gesamtkosten Wegwerfwindeln im 1. Lebensjahr mit babylove: € 408,80
Gesamtkosten Wegwerfwindeln im 1. Lebensjahr mit Pampers: € 708,52
Wir haben mal Pampers und mal babylove Windeln verwendet. Deshalb hab ich auch nochmal den Durchschnitt ausgerechnet.
Durchschnittliche Jahreskosten mit Www: € 558,66

Im Schnitt sind die Stoffwindeln also um € 153,67 billiger als Www.

Einige werden jetzt sagen, schön und gut, aber die Energiebilanz fällt bei Stoffwindeln nicht recht viel besser aus als bei Www und dann macht nicht mal der Preisunterschied das Kraut wirklich fett.
Auf den ersten Blick: stimmt. ABER ein Kind wird durchschnittlich drei Jahre lang gewickelt. Bei Www fällt der Betrag von € 558,66 pro Jahr an. Sprich auf ein Wickelleben gesehen macht das fette € 1.675,98 (ich habe nicht mit dem Windelpreis der größeren Www gerechnet, da steigt der Preis dann nämlich nochmal gehörig…). Bei Stoffwindeln fallen in den weiteren Jahren „nur“ mehr die Energiekosten an. Macht auf ein Stoffwickelleben € 569,01. Das gefällt schon besser, oder? Wenn dann auch noch mit einberechnet wird, dass Kinder, die mit Stoff gewickelt werden, im Schnitt früher trocken werden, steigt dieses Plus auch nochmal.

Natürlich ist dies ein fiktiv berechneter Durchschnitt der, je nachdem welche Windelmarke man benutzt (sowohl bei Stoffis als auch bei Www), wie oft man wickelt und welche Windelgröße man bei Www benötigt, bei jedem Kind bzw. Familie individuell anders ausfallen wird.

Chemie in Www
Ein ganz wichtiger Punkt, in der Überlegung ob Stoff- oder Wegwerfwindel, waren für uns auch die chemischen Inhaltsstoffe der Www. Schon irgendwie komisch, dass in Www Pipi zu Gel wird und das dann auch noch diesen unverkennbaren, chemischen Geruch entwickelt, oder?! Hmmm… Auch ich hab bei Kind N°1, Asche auf mein Haupt, daran überhaupt nicht gedacht. Aber, bekannter Maßen, lernt man/frau ja nie aus!

Inhaltsstoffe von Www:
– Polyethylen (der am meisten verwendete Kunststoff)
– Polymersalze (Kunststoffe, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts aufsaugen können)
– Polypropylen (Kunststoff, ähnlich Polyethylen)
– Copolymer (Kunststoff, der eine bindende Wirkung hat)
– Acrylsäure (stark gesundheits- und umweltgefährdend)
– Stearylalkohol (Schmiermittel)

Die meisten Oberflächen der Www sind zusätzlich mit einer Lotion versehen, deren Inhaltsstoffe wie folgt sein können:
– Ci 61565 (Farbstoff, der bei Tierversuchen krebserregend wirkte)
– Paraffinum Liquidum (aus Erdöl hergestellt, kann die Hautporen verstopfen)
– Petrolatum (aus Erdöl hergestellt, verboten, wenn der Raffinationshergang nicht gänzlich bekannt ist)

Da Wegwerfwindeln sehr saugstark sind, bleiben diese oft lange an den Popöchen der Wickelkinder. Dadurch kann die Haut aufweichen und empfänglicher für die Aufnahme der chemischen Inhaltsstoffe sein. Das wiederum kann zu Ausschlägen, Ekzemen und Hautentzündungen führen, sprich roter-wunder-Wickelpopo.

Natürlich muss auch beim Kauf von Stoffwindeln auf deren Herstellung geachtet werden. In der Regel werden Stoffis aber vor deren Gebrauch (mehrmals) durch gewaschen. Und vor allem immer und immer wieder gewaschen, wodurch die diversen Inhaltsstoffe ‚ausgeschwemmt‘ werden.

Unser Herbstmädchen, sie wird, fast, nur mit Stoffis gewickelt, hatte bisher noch nie Probleme mit einem roten oder gar wunden Popo.
Das Frühlingskind hingegen (er wurde ausschließlich mit Www gewickelt) hatte oft mit wunden bzw. teilweise auch offenen Stellen am Popo zu kämpfen. Das hängt sicher mit der Kombination Feuchttücher (benutzen wir jetzt fast gar nicht mehr), Www und, dass er eher zu einer sensiblen Haut neigt, zusammen. Oft macht es eben die Mischung aus.

Dieser Eintrag ist ein kleiner Wegweiser, eine Durchschnittsübersicht und vor allem eines: meine persönliche Einschätzung. Dieser Eintrag soll ein bisschen neugierig und hellhörig machen. Ich bin auf den Stoffwindelzug aufgesprungen, weil es mein Beitrag zum Umweltschutz sein soll. Obendrein schützen sie auch noch den Babypopo meines Kindes. Für mich also rundum gut. 🙂

Ein Erfahrungsbericht über unsere bisherige Stoffwickelzeit ist übrigens schon im Entstehen. Ich freue mich, wenn du mitliest. 🙂

Wenn auch ihr überlegt euer Baby mit Stoffis zu wickeln oder auf Stoffwindeln umzusteigen, dann schaut doch mal bei Julia von windelwissen.de vorbei. Bei ihr kann man sich wirklich viele Infos holen und einiges über das Stoffwickelleben lernen.

 

Drei Monate zu viert: oder wie es ist plötzlich Zweifachmama zu sein

Hallihallo ihr Lieben, hiermit melde ich mich offiziell zurück. Das Wochenbett habe ich erfolgreich hinter mich gebracht und die ersten Monate haben wir genutzt um als Familie zusammenzuwachsen.
Es ist also an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen.

Drei Monate liegen nun schon als Zweifachmama hinter mir. Der Alltag hat uns allmählich wieder und wir haben uns schon prima als Familie zusammengefunden.

Die Geburt unserer kleinen Zaubermaus war wunderbar. Ich hätte nie gedacht so etwas jemals über eine Geburt sagen zu können. Aber es ist tatsächlich so, dass mich meine zweite Geburt für die erste entschädigt hat. Wie traumatisch und unschön die Geburt des Frühlingskindes war, habe ich ja bereits hier beschrieben.
Diesmal ging es flott, gute vier Stunden und war durch eine liebevolle, kompetente und aufmerksame Hebamme begleitet.
Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir uns für die Geburt unseres zweiten Kindes nämlich bereits in SSW 6 dazu entschieden, unsere eigene, uns vertraute Hebamme mit ins Krankenhaus zu nehmen. Das schien uns als der gute Mittelweg zwischen heimeliger Haus- und unpersönlicher Krankenhausgeburt. In Salzburg ist es allerdings erstens nicht ganz einfach eine Hebamme zu finden die ins Krankenhaus begleitet, zweitens kann man von diesem Vorteil nur im KH Hallein profitieren. Für uns war das perfekt. Die genau richtige Entscheidung.
Trotzdem es diesmal relativ flott voranging, waren die Schmerzen, auch dieses Mal, unvorstellbar. Mein Rücken schmerzte fürchterlich. Mein Gemütszustand ging von „yeah, jede Wehe bringt uns ein Stück näher an unser Mädchen heran“ am Anfang über „ich mache alles falsch, diesmal wird es leider nix“ zu „ich kann nicht mehr ich schaff das nicht“. Die Emotionen lagen nahe zusammen und das in relativ kurzer Zeit. Zusammen mit dem Lieblingsmann, der auch diesmal keine Sekunde von meiner Seite wich, unserer tollen Hebamme und meiner unvorstellbaren Frauenskraft ein Kind auf die Welt bringen zu können, erblickte unsere kleine Zuckerpflaumenelfe also am 05.11.16, um 17:40 das Licht der Welt. Nie werde ich diesen Moment vergessen, als mir dieses winzige, zerbrechliche und unwahrscheinlich schöne Mädchen auf die nackte Haut gelegt wurde. Hungrig wie sie war (und noch immer ist) hat sie bereits kurze Zeit nach der Geburt kräftig an der Brust gesaugt. Was für eine Erleichterung für mich. Hat das doch bei unserem Frühlingskind anfänglich so gar nicht funktionieren wollen (mehr dazu hier).
Wir haben eine Nacht im Krankenhaus verbracht und am nächsten Tag aufgeregt den großen Bruder empfangen. Was für ein Moment als unser kleiner Großer zum ersten Mal auf seine kleine Schwester gestoßen ist. Es war unglaublich. Er war so einfühlsam, so vorsichtig und so lieb zu unserem kleinen Bündel neuem Leben. Herrlich dies mit anzusehen.

Wir haben das große Glück, dass unsere Zweitgeborene unglaublich zufrieden und ruhig ist. Ich traue es mich kaum zu sagen, aber sie weint eigentlich nur bei Hunger oder voller Windel, schläft die Nächte bereits durch, das Stillen klappt prima und sie entwickelt sich vorbildlich. Kaum zu glauben, wenn ich an die Anfangszeit mit unserem Frühlingskind zurückdenke… Das war wohl das genaue Gegenteil. Wahrscheinlich liegt dies aber auch daran, dass ich diesmal viel entspannter bin. Ich gehe mit unserer Maus diesmal viel ruhiger und weniger aufgeregt um. Beim Großen stand immer der Gedanke, was ich nicht alles falsch machen könnte, im Vordergrund. Das ist diesmal anders. Es geht entspannter zu. Herrlich.
Auch die Eifersucht des Großen hält sich in Grenzen. Klar musste er sich immer wieder mal ausprobieren. Vor allem in der ersten Woche zu Viert war er unglaublich laut. Da war kein normales Sprechen mehr möglich, er hat jedes Wort geschrien, um sicher zu gehen, dass er auch wirklich von uns gehört wird. Auch den ein oder anderen Kratzer und Biss musste die Zwergin über sich ergehen erlassen. Zum Glück haben sich diese Attacken bald gelegt. Aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Beiden in der ersten Zeit nicht aus den Augen ließ…

Was ist jetzt aber tatsächlich anders als Zweifachmama?
– Es braucht enorm viel Zeit, zwei Kinder, bei -15°, für einen Spaziergang anzuziehen.
– Es gibt keine Sekunde mehr die nur für mich ist. Irgendwer braucht immer was.
– Zwei Kinder parallel ins Bett zu bekommen ist nahezu unmöglich.
– Den Großen in die Krabbelstube zu bringen ist wahrlich ein Abenteuer geworden.
– Der Wäscheberg verdoppelt sich nicht, nein, er vervierfacht sich.
– Duschen, Aufräumen und Putzen wird überbewertet.
– Nähen, was ist das?!
Diese Liste kann unendlich weitergeführt werden. 😉

Trotzdem es momentan manchmal unfassbar anstrengend ist, ich regelmäßig an meine Grenzen stoße und ich ab und zu gerne einfach nur losheulen würde, ist eines ganz klar: es ist nicht in Worte zu fassen wie sehr ich meine Kinder liebe und wie stolz ich auf sie bin. Aller Einschränkungen und  Anstrengungen zum Trotz. Aber das ist eigentlich eh basic.

Es gibt nichts ergreifenderes im Leben, als einem kleinen Menschen das erste Mal die Hand zu reichen und zu spüren, dass wir seine Wurzeln im Baum des Lebens sind, die ihm Halt und Geborgenheit geben.

– Reinhard Becker –

Wir und das Ausländerproblem

Ich grad so am surfen durch das soziale Netzwerk. Immerhin habe ich mich gerade mit meiner Seite dorthin gewagt. Und bam, schon die erste Diskussion über das ‚Ausländerproblem‘ in Österreich. Und das obwohl das Ursprungsthema doch ein ganz anderes war.

In einer gut frequentierten Kinder-Tauschbörse wurde ein Thread zum Thema Tagesmutter für ein neun Monate altes Baby aufgemacht. Da kann natürlich der erste Seitenhieb, von wegen wie schlimm das ist, sein neun Monate altes Kind in Fremdbetreuung zu geben, nur, weil man arbeiten gehen will/muss, nicht lange auf sich warten.
Diverse Dinge wie AMS-Förderung, Unterhalt vom Staat, etc. wurden angekratzt.
Jetzt fragen wir uns natürlich: ja und? Was hat das jetzt mit unserem ‚Ausländerproblem‘ zu tun? Also bitte, das liegt doch auf der Hand: die Ausländer die zu uns nach Österreich kommen, bekommen alles in den Ar*** geschoben und wo bleiben wir Österreicher? Genau, auf der Strecke! Wir müssen uns um alles selber kümmern. Behördengänge. Unterstützungen. Wohnung. Und die, die bekommen alles zur Verfügung gestellt. Und wissen es noch nicht mal zu schätzen. Nein, die fangen auch noch an Einbrüche zu begehen, zu stehlen und zu vergewaltigen. Und, die schmeißen auch noch all die Sachen, die wir Österreicher uns so mühsam vom Mund abgespart haben, weg. Einfach so. Bäh. Aber bitte versteht mich nicht falsch. Es ist ja nicht so, dass diese Leute was gegen Ausländer haben. Nein, nein. Aber…

An all die Hetze-Treibenden-ich-hab-ja-nix-gegen-Ausländer-Bullshit-RednerInnen-und-FPÖ-so-wahr-mir-Gott-helfe-WählerInnen: haltet doch einfach mal die Klappe. Ihr nervt mich gewaltig.
Wir haben kein AusländerInnenproblem in Österreich. Wir haben ein Problem mit InländerInnen die ein AusländerInnenproblem haben.
Ich hab die immer gleichen, unreflektierten Aussagen so dermaßen satt.

Hier meine absolute HITLISTE. Und ein paar klitzekleine Anmerkungen dazu:

‚Was gibt denen das Recht bei uns kriminell zu werden?‘
Die Antwort ist ganz einfach: nix. Niemand hat ein Recht darauf irgendwo kriminell zu werden. Aber wer sagt denn, dass ‚die‘ in Österreich automatisch kriminell werden?
Schauen wir uns die Zahlen der ‚Ausländerkriminalität‘ mal genauer an:
Da heißt es nämlich, dass die Hitliste von den Deutschen angeführt wird. Sind aber keine AusländerInnen. Die reden ja Deutsch.
Abgesehen davon, werden in die Statistik der AusländerInnenkriminalität auch sogenannte „Kriminalitätsdelikte im Zusammenhang mit Fremdenverkehr“ miteinberechnet. Sprich Skidiebstahl, Ladendiebstahl oder Körperverletzung nach Wirtshausraufereien (Stichwort Almhütten…). Aber ja, AusländerIn bleibt natürlich AusländerIn.

‚Die meisten Straffälligen in den Gefängnissen sind Ausländer.‘
2/3 der rund 8.000 Inhaftierten in Österreich sind AusländerInnen. Also sind die doch weitaus ‚böser‘ als wir ÖsterreicherInnen, oder?! Ha, erwischt!
So ungefähr, ja. Fakt ist, dass AusländerInnen schneller in U-Haft genommen werden, als InländerInnen. Das resultiert schlicht und ergriffen darin, dass Fluchtgefahr bestehen könnte. Was bei einem/einer ÖsterreicherIn mit Hauptwohnsitz in Österreich nicht unbedingt der Fall ist. Außerdem wird die Resozialisierung eines ‚Illegalen‘ als gering eingestuft. AusländerInnen werden in Österreich ganz einfach schneller hops genommen als InländerInnen.
Hier übrigens die Nationalitäten unserer straffälligen AusländerInnen (Jänner – Juni 2015):
– Deutsche (4.819)
– Rumänen (4.638)
– Serben (4.187)
– Bosnier (3.134)
– Türken (3.080)
– Slowaken (1.657)
– Polen (1.512)
Auch drei IsländerInnen sollen 2015 in Österreich straffällig geworden sein. Krass. Sogar die!

Das herauszufinden kostete  mich übrigens nur einen Klick in einer großen Suchmaschine. Und natürlich die Zeit um das Obige zu schreiben.
Alle Details sind hier nachzulesen: kurier.at: ‚Wer die Tatverdächtigen wirklich sind.‘

‚Die Ausländer bekommen viel mehr Geld als wir Österreicher. Denen wird alles in den Ar*** geschoben.‘
Vorweg: das ist einer meiner alltime-Lieblinge!
Wenn ein/e AsylwerberIn in einer organisierten Unterkunft lebt, bekommt er/sie insgesamt € 50,- pro Monat (€ 40,- Taschengeld + € 10,- Freizeitgestaltung).
Für selbstständig Wohnende gibt es € 320,- (€ 120,- Mietzuschuss + € 200,- Verpflegung).
AsylwerberInnen bekommen außerdem KEINE Mindestsicherung. Diese wird erst zugesprochen, wenn der Status „anerkannter Flüchtling“ lautet, dann wird genau so viel ausbezahlt wie an ÖsterreicherInnen (max. € 837,76).
Aber wie schon oben erwähnt: Ausländer bleibt doch trotzdem irgendwie Ausländer, oder?!

Auch diese Infos haben mich nur ein paar wenige Klicks gekostet.
Mehr dazu gibt es hier: ZIB, Faktencheck: Asyl in Österreich

Zum Schluss sei noch gesagt: dieser Beiträg enthält einige Facetten an Sarkasmus und ein bisschen schwarzen Humor. Das braucht man nämlich, wenn man mit ÖsterreicherInnen diskutiert, die ’nix gegen Ausländer haben, aber …‘.

Und für alle, die es immer noch nicht kapiert haben:
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Das alles ist nur ein kleiner Auszug. Wenn ich etwas Wichtiges vergessen habe, oder mich jemand eines besseren belehren will: nur zu. Ich bin offen für Kritik jeglicher Art!

salzburgmom goes facebook

So, jetzt ist es so weit. Auch ich habe mich dazu entschieden, mit meinem Blog den Weg ins soziale Medium facebook zu wagen.
Auch deshalb, um das Private ein bisschen vom Bloggen abzuheben. Beiträge werden von jetzt an also über salzburgmom und nicht mehr über mein privates Profil verlinkt.

Also, ich freue mich, wenn ihr mir auch auf facebook folgt.
Und so erreicht ihr meine Seite: Salzburgmom auf facebook.

Kurz und knackig: schaut vorbei 🙂

Die sind echt so klein?!

Das Jahr 2015 scheint in unserem Freundeskreis ein sehr fruchtbares Jahr gewesen zu sein. Insgesamt durften wir heuer schon 5 kleine Wunder begrüßen. Und natürlich lasse ich es mir nicht nehmen diese Wuzis ein bisschen zu benähen. 😍

Eines erstaunt mich dabei allerdings jedes Mal wieder aufs Neue: sind die echt so klein?! Oftmals ist ihnen nämlich sogar die Gr. 56 noch viiiiiel zu groß.
Ich stelle fest, dass man das wirklich schnell vergisst wie mini klein Neugeborene am Anfang doch tatsächlich sind. ‚Meiner war sicher NIE so klein.‘, denke ich mir dann immer. Wenn mir dann wieder mal ein Foto in die Finger kommt, bemerke ich allerdings, dass unser Frühlingskind wohl am allerkleinsten von allen war.  😊

Aber ja, auch bei unserem Herbstzwerg werde ich wieder völlig erstaunt sein, wie klein sie doch tatsächlich sind.

Nun aber noch ein paar Ergänzungen zu meinem Genähten von A-Z:

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SM Pumphose: Baby-Pumphose
SM Sabberlatz: Halstuch Sabberlatz
SM Wendebeanie: Baby-Wendebeanie
alle Schnittmuster sind von Lybstes
Stoff: NähBar Salzburg

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SM Anzug: Traumanzug (ohne Taschen, dafür mit Knopfleiste) von Lotte & Ludwig
SM Beanie: Baby-Wendebeanie von Lybstes
Stoff: Wenatex Haus der Stoffe

Schwangerschaft N°1 vs N°2

Jetzt, da meine Kugelbauchzeit bald vorbei ist, dachte ich mir, ist es an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Was war diesmal anders? Was war gleich (war überhaupt etwas gleich?)? Wie geht es mir angesichts dessen, dass dies voraussichtlich die letzte Kugelbauchzeit sein wird? Ein paar Fragen, die es zu klären gibt.

Aber jetzt erstmal von Anfang an.
Dieses mal war ich beim positiven Schwangerschaftstest viel entspannter als beim ersten Mal (da bin ich ja ausgeflippt wie eine Wahnsinnige…), das hat sich allerdings recht bald geändert. Denn in der Schwangerschaft N°2 war mir fürchterlich übel. Das kannte ich von N°1 noch nicht. Den ganzen Tag lang jagte eine Übelkeitswelle die nächste. Wenn ich etwas gegessen habe, war mir 5 Minuten später kotzübel. Gerüche und Geschmäcker die ich sonst gern hatte, jagten mir einen kalten Schauer über den Rücken. Schwangerschaftsübelkeit. Bäh.
Mit SSW 12 war dies schlagartig vorbei. Zum Glück. Ich glaube ich hätte es keine Minute länger ausgehalten ;).
Beim Frühlingskind war ich in den Herbst/Wintermonaten hochschwanger. Diesmal hat sich das über den Sommer erstreckt. Was ich als weitaus unangenehmer empfand. Meist war es diesen Sommer nämlich drückend schwül und das ist mir so dermaßen auf den Kreislauf gegangen, dass ich unser Nordhaus mehr als nur 1x in den Himmel gelobt habe. Meist habe ich die schönen Sommertage also aus unserem ‚Kühlhaus‘ beobachtet.
schwangerschaftsalbenWas ich auf jeden Fall gemerkt habe ist, dass mir in dieser Schwangerschaft die Leichtigkeit fehlt. Bei Baby N°1 hatte ich dieses Urvertrauen in meinen Körper. Ich meine, immerhin haben schon Milliarden Frauen vor mir entbunden, oder?! Leider fehlt mir das diesmal komplett. Jeder kleine Zwicker, jedes Wehwehchen rufen Ängste in mir auf. Was ist, wenn etwas nicht stimmt? Geht es meinem Baby gut?
Es ist leider auch so, dass ich diese Schwangerschaft weit nicht so genießen kann wie die erste. Was angesichts unseres kleinen Wirbelwindes auch wahrlich kein Wunder ist. 🙂
Beim ersten Baby kannst du dich hinlegen wenn dir danach ist. Auch wenn es nur mal kurz die Beine hochlagern ist. Dieser Luxus fehlt in den weiteren Schwangerschaften. Das Frühlingskind braucht Action. Da kann keine Rücksicht auf den Dickbauch und die Kreuzschmerzen der Mama genommen werden.
Schwangerschaft N°2 ist schlicht und ergriffen anstrengender. Dazu kommt, dass wir kurz vor unserem Frühlingskind in ein großes Haus gezogen sind. Was neben viel Raum und Platz, natürlich auch viel Haushalt und Putzerei bedeutet. Außerdem Wäsche für zwei Erwachsene und einen Rabauken. Wenn ihr wisst was ich meine ;).

Bis vor ein paar Wochen habe ich mich außerdem ziemlich vor der Geburt gefürchtet. Das war beim ersten Kind auch ganz anders.
Ich habe eine liebevolle und sehr einfühlsame Hebamme, die uns auch zur Geburt begleiten wird. Trotzdem hatte ich immer diese Hintergedanken, dass etwas schief gehen könnte. Wie gesagt, dieses Urvertrauen aus SS 1 fehlt mir diesmal leider.
gipsabdruck2Seit ein paar Tagen hat sich dies aber, zum Glück, gelegt. Mittlerweile kann ich mich auf die Geburt freuen. Jetzt erfüllt mich die Vorstellung, dass jede Wehe mich ein Stück weiter zu meinem Baby führt, mit Glück und auch ein bisschen Stolz.
Wenn auch es so ist, dass ich dem Tag der Entbindung, wenn es endlich, endlich losgeht schon sehr entgegen fiebere. Diesmal kann ich es einfach nicht erwarten, dass die Fruchtblase platzt oder die Wehen einsetzen. Diese Sehnsucht, dass die Schwangerschaft vorbei ist, hatte ich bei Baby N°1 definitiv nicht. Diesmal freue ich mich wirklich sehr darauf, dass mein Körper wieder mir gehört (und auf das Schlafen auf dem Bauch!).
Diese Schwangerschaft hat mich viele Nerven, einige Tränen und mehrmals den Schwur ’nie wieder schwanger‘ sein zu wollen gekostet.
Unsere Familienplanung wird mit zwei Kindern abgeschlossen sein. Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Familie wie sie im Buche steht😋 .
Das bedeutet natürlich auch, dass dies meine letzte Schwangerschaft ist. Das letzte Mal, dass ich das Wunder des Lebens in meinem Bauch heranwachsen spüre.

Schade eigentlich.

Frau Ava meets Kugelbauch

Wir haben den heutigen, sehr herbstlichen Nationalfeiertag genutzt um einen ausgiebigen Familienspaziergang zu machen (der hoffentlich ich auch die Wehen etwas anregt *räusper*).
Und dabei hab ich den Lieblingsmann genötigt mal ein paar Fotos von sich machen zu lassen (das Ergebnis kommt in Kürze) und auch ein paar von mir zu schießen.

Das Spazieren gehen ist in SSW 39+4 ja nicht mehr ganz so einfach. Ich kugle mehr als ich gehe… Vor allem wenn man dabei auch noch Blätter und Kastanien sammeln, Steine flitschen lassen, Spinnen beobachten und auf Baumstämmen balancieren muss… 🙂

Aber: das herbstliche Wetter heute hat wunderbar zu meiner neuen Frau Ava aus braun/beigem Doublefac-Softshell gepasst. Hach, ich bin verliebt in diesen wunderbaren Oversize Schnitt. 😍
Herrlich einfach zu Nähen, kaschiert wunderbar und sieht bombe aus. Ein wirkliches Allroundtalent und das sogar mit riesen Kugelbauch! 🤰

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Stoff: Softshell von NähBar Salzburg
Schnitt: Frau Ava von hedinäht
Größe: XL ohne NZ

Für gemütliche Stunden

Jetzt ist es wieder so weit: die kalte Jahreszeit bricht an.
Nach ein paar wunderschönen, fast schon spätsommerlichen Tagen, hält jetzt kalt-nasses Herbstwetter Einzug.
Ich liebe diese Jahreszeit: bunte Blätter, Kastanien sammeln, Maroni braten und heißen Tee nach kalten Herbstspaziergängen. 🍂🌰☕

Und was gibt es gemütlicheres als einen Herbstspaziergang bei einer Tasse Tee in einem gemütlichen Jumpsuit ausklingen zu lassen? Zumindest bei den Kleinsten sieht das ja zuckersüß aus (meinen Anblick im Jogging-Jumpsuit erspar ich euch an dieser Stelle 😉 ).
Und deshalb habe ich für die zwei Mücken in unserem Haus nach einem passenden SM für gemütlichkeits-Jumpsuits gesucht. Fündig bin ich dann im Hause handmade with Eva baby geworden. Da gibt es nämlich das wunderbare Babyoverall O#1, in welches ich mich gleich verliebt habe. 😍

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Stoff: Stoff & Stil
Schnitt: Babyoverall O#1 von handmade with Eva baby
Plottdatei: Kleine Schwester von Blog ohne Namen

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Stoff: Wenatex Haus der Stoffe
Schnitt: Babyoverall O#1 von handmade with Eva baby

Und dieser tolle Anzug ist für den Sohn einer guten Freundin, als Geburtstagsgeschenk entstanden. Ein Matsch-und-Patsch-Anzug aus Softshell. 🙂
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Stoff: Wenatex Haus der Stoffe
Schnitt: Babyoverall O#1 von handmade with Eva baby