Sekundäres Ertrinken: die unterschätzte Gefahr

An alle Badesee-BaderInnen, Fluss-TaucherInnen, Freibad-SchwimmerInnen, Planschbecken-PlanscherInnen, Pool-SpringerInnen, Badewannen-SitzerInnen, eben an A L L E:

Sagt euch der Begriff „sekundäres Ertrinken“, im Englischen „secondary drowning“, etwas? Für, alle die, genau wie ich, sich dachten nope, never heard of this, ist dieser Artikel.

Unter sekundärem Ertrinken versteht man den Tod, der mehrere Stunden oder gar Tage, nach einem Badeunfall mit beinahem Ertrinken eintritt. Das heißt, das Kind (ich beziehe mich hier mal nur auf Kinder) war kurz unter Wasser und wurde sofort wieder herausgezogen. Im ersten Moment scheint alles in Ordnung (abgesehen von dem Schock den das Kind und wohl auch die Eltern erlitten haben). Es besteht aber die Möglichkeit, dass sich, über mehrere Stunden oder auch Tage, ein Lungenödem bildet.

Folgende Symptome können bei Kindern auftreten:

– Müdigkeit und Schläfrigkeit (was natürlich auf den Schockmoment zurückzuführen ist –> wachsam bleiben!)

– obwohl es dem Kind besser gegangen ist, verschlechtert sich der Allgemeinzustand

– kalte, blassgraue Haut

– Schmerzen in der Brust beim Atmen

– stöhnende und röchelnde Atmung bzw. Atemnot

– Blauverfärbung der Lippen und Schleimhäute (wegen des Sauerstoffmangels)

– stark erhöhte Herzfrequenz

– Unruhe (meist bei Jugendlichen und Erwachsenen)

– Bewusstseinsverlust

Gemäß dem Motto „lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig“, sollten Kinder die einem beinahe-Ertrinken (sekundärem Ertrinken) ausgesetzt waren, unbedingt sofort ins Krankenhaus gebracht, um dort genau durchgecheckt zu werden (Lungenröntgen, Überwachung der Vitalfunktionen, …).

Also liebe Leute, teilt diesen Inhalt und erzählt ihn all euren Verwandten, Bekannten, Freunden, Feinden, …, damit möglichst viele Menschen davon Wind bekommen. Vielleicht kann dadurch der eine oder andere Unfall mit schrecklichen Folgen vermieden werden.

Auf einem englischsprachigen Blog namens delighted momma, gibt es einen Artikel über die oben beschriebene Situation. Lindsey berichtet über ihren Albtraum als ihr jüngerer Sohn kopfüber in den Jaccuzzi fällt. Und das obwohl sie ständig neben ihm saß. Er wurde nach nur wenigen Sekunden wieder herausgezogen und trotzdem wäre er beinahe ertrunken. Dank der mütterlichen Intuition von Lindsey ist alles gut ausgegangen und die Familie ist mit dem Schrecken davon gekommen. Den ganzen, sehr privaten Bericht könnt ihr hier nachlesen. Thanks a million times to Lindsey, die mit dem Erzählen ihres traumatischen Erlebnisses auf dieses Thema aufmerksam macht. Hier ist die Sinnhaftigkeit und Bedeutung eines Blog(eintrages) wieder einmal zu 100% bestätigt!

Wenn ihr Zeit habt (und die solltet ihr haben), dann lest auch noch meinen Eintrag zum Thema Ertrinken sieht nicht wie ertrinken aus.

Viele Grüße, salzburgmom

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s