Frühmorgens bei uns im Dorf

Unser Frühlingskind beginnt schön langsam damit seine Nachtmahlzeit (bzw. Mahlzeiten, Mehrzahl!) zurück zu schrauben. Meist wird er nur mehr 1x, manchmal (gut sehr selten) gar nicht mehr wach. Was auf der einen Seite natürlich super ist, weil ich mehr zusammenhängenden Schlaf bekomme (naja, eigentlich nicht, weil ich gerade ein ziemlich gutes Buch lese und vor Mitternacht sowieso nie ins Bett komme), auf der anderen Seite aber auch bedeutet in der Früh, um genau zu sein um 6:30, mit Brüsten so prall wie überreife Melonen wach zu werden. Aber gut, das stellt sich (scheinbar) nach ein paar Tagen ein. We will see. Im Moment: wie gesagt Melonen, pralle …

Ok, nun aber zum eigentlichen Thema: heute also um 6:30 Tagwache mit zwei bis zum Überlaufen vollen Kackwindeln. Welch schöne Überraschung so früh am frühen Morgen… Aber dann eben auch dieses wunderbare zahnlose Lächeln des Frühlingskindes das sich noch den Schlaf aus den Augen wischt und schon fröhlich vor sich hin gluckst. Da springt das Mamaherz natürlich hoch und der 6er am Wecker ist schnell vergessen (gähn).

Wir stehen also auf und blicken in einen wunderbaren, sonnigen und noch ganz jungen Sommertag – herrlich! Schnell Zähne geputzt und angezogen schlurfen wir hinunter ins Wohnzimmer und hinaus auf die Terrasse. Da merke ich, dass der Mini bereits wieder zu gähnen beginnt (na herrlich, eine halbe Stunde früher und ich … was solls …). Also reingepackt in den Kinderwagen und auf gehts zu einem frühmorgendlichen Spaziergang. Und es war hervorragend. Ruhig. Sonnig. Frisch. Jung. Unverdorben. Schlichtweg schön. Kennt ihr dieses Gefühl der Kraftplätze? Plätze an denen man sich plötzlich gestärkt fühlt und ganz tief durchatmen kann? Ich habe das Glück an so einem Platz zu leben. So empfinde ich das zumindest. Wir leben im Süden Salzburgs und spazieren gehe ich an der Königssee Ache bzw. an der Salzach. Und wie gesagt. Frühmorgens: herrlich.

Es ist fast schon unwirklich, romantisch, ein bischen kitschig. Am Fluss schwimmt eine Entenmama mit ihren Kleinen. Eine Joggerin kommt vorbei und wünscht uns einen guten Morgen. Die Sonne glitzert am Wasser. Es ist ruhig. Das Frühlingskind schläft seelig in seinem Kinderwagen. Ab und zu huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Ich atme tief durch und muss selbst lächeln. Es ist wirklich nahezu spürbar wie sich die Energietanks wieder füllen. Ich ruhiger und ausgeglichener werde. Einfach Leben pur.

Nichts desto trotz ruft mich eine Tasse Kaffe, also schließen wir unsere Runde in dem wir am Kindergarten vorbei gehen. Und da ist es wieder das ‚Dorfidyll‘. Die Kinder werden gerade von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht. Kinderlachen. Kleine Mäuse die sich auf den Kindergarten freuen. Zwei alte Damen, die sie sich stolz darüber unterhalten, dass sie nur eine Tablette bzw. gar keine Tabletten nehmen müssen (das Gespräch danach ‚Ausländer und so‘ überhöre ich, ich bin nämlich gerade ziemlich gut drauf). Ein Nachbar fährt mit seinem Rad vorbei und ruft uns ein ’schönen Tag‘ zu.

Zu Hause angekommen. Kind schläft noch immer im Wagen. Kaffeemaschine an. Raus auf die Terrasse. Und da: das zahnlose Lächeln des Frühlingskindes das sich noch den Schlaf aus den Augen wischt und schon fröhlich vor sich hin gluckst. Der Tag kann beginnen 🙂

Ich wünsche euch allen einen herrlichen Sommertag!

 

 

 

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