Zum Büchsenmacher…

Bei einem unserer letzten Spaziergänge bei uns im Ort  ist es mir wieder aufgefallen: das Schild mit der Aufschrift „Zum Büchsenmacher XY“, daran befestigt einige alte Konserven- und Bierdosen. Ich schau mir das Schild an und ärgere mich. Maßlos. Es steigt mir buchstäblich die Galle auf.

Für alle die diesen abscheulichen ‚Brauch‘ nicht kennen, hier die Erklärung:

in Salzburg, Oberösterreich und in Bayern ist es nach wie vor Gang und Gäbe, dass bei der Geburt eines Mädchens dieses Schild für den frisch gebackenen Vater aufgestellt wird. Seine Wurzeln hat diese Widerlichkeit in der Zeit als die Geburt eines Mädchens noch eine Schande und mit hohen Kosten (Mitgift) verbunden war. Zur Schmach wurde dem Vater ein Schild mit der Aufschrift ‚zum Büchsenmacher XY‘ aufgestellt. Um aller Welt zu zeigen welch Schlappschwanz sich in diesem Haus verbirgt. Hat er doch nur ein Mädchen, eine ‚Bixn‘ zustande gebracht. Als ob das Schild alleine nicht schon genug wäre, hängen daran dann auch noch leere Konservendosen die auf das Geschlechtsteil, die Vagina, des Kindes hindeuten. Damit wäre dieser widerliche ‚Brauch‘ komplett.

Das wundervolle Ereignis der Geburt eines Kindes wird ins Lächerliche gezogen. Abfällig und verächtlich kommentiert. Niedergemacht. Die Mädchen soll ein gleich von Anbeginn mitbekommen, dass sie das ’schwächere‘ Geschlecht sind. Nicht so viel Wert wie ihre Kollegen die Jungs. Super, so soll es sein. Soll nur jede/r gleich auf ihren/seinen Weg gebracht werden.

Dieses Brauchtum, welches in meinen Augen kein Brauchtum, sondern eine frauenfeindliche Handlung ist, ist wohl wirklich schwer zu überdenken. Gleichzeitig frage ich mich warum ich es mir als frischgebackener, glücklicher, junger Vater bieten lasse, dass mein kleines Töchterlein und schließlich auch ich selbst, dieser Schmach ausgesetzt ist. Und ihr Mütter deren Partner dieses Schild aufgestellt wird, warum springt ihr nicht in die Bresche und fahrt lautstark den dummen Idioten übers Maul, die sich bemüßigt fühlen eure Tochter, die ihr so qualvoll und mit so vielen Anstrengungen auf diese Welt gebracht habt und die wahrscheinlich das wundvervollste in eurem Leben ist, zu denunzieren und als minderwertig abzustempeln.

Es gibt so viele wunderbare Möglichkeiten ein Kind zu begrüßen: die gespannte Wäscheleine, der Storch im Vorgarten oder ein Bäumchen zu pflanzen. Warum muss es eine dumme, alte, erniedrigende Handlung sein? Ich rede es mir oft selbst schön und sage mir ‚die wissen doch gar nicht was das bedeutet und wollten eigentlich nur aller Welt zeigen, dass das Kind da ist.‘ Aber ich fürchte das ist nicht so. Die Leute, meist oder immer(?) Männer, die diese ‚Geburtsanzeigen‘ aufstellen wissen wahrscheinlich ganz genau was es bedeutet und ich unterstelle ihnen auch, dass sie es gerade deswegen machen. Weil sie es lustig finden.

Mich regt es auf. Es beschäftigt mich. Es verwundert mich. Es ärgert mich. Ich fühle mich als Frau angegriffen. Es ist sexistisch. Es reduziert. Es diskriminiert. Es beleidigt. Und, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, darüber denke ich brauchen wir nicht mal ansatzweise diskutieren.

 

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Apfel-Vanille-Kuchen mit Creme fraiche

Zutaten:

125g warme ButterApfel-Vanille-Kuchen

200g Rohrzucker

Salz

5 Eier

50g ger. Mandeln

200g Dinkelmehl

1 TL Backpulver

800g Äpfel

Saft 1 Zitrone

200g Creme fraiche

250g Topfen (20 %)

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

1/2 EL Maisstärke

 

Zubereitung:

Die Form einfetten. Eier trennen.

Eiklar zu festem Schnee schlagen. Butter,  125g Zucker, Salz und Eidotter schaumig schlagen bis die Masse hell wird. Mandeln, Mehl und Backpulver mischen und unter die Eimasse rühren. Eischnee unterheben.

Den Teig in die Form füllen und ca. 4 cm am Rand hoch ziehen. 3 Äpfel schälen, entkernen, vierteln und mit Zitronensaft beträufeln. Die Apfelviertel hochkant in den Teig stellen und eine zweite Reihe anfügen.

Creme fraiche, Topfen, 75g Zucker, Puddingpulver, Maisstärke, 3 Eier und den restlichen Zitronensaft verrühren und über die Äpfel gießen.

Den Kuchen bei 160° ca. 1 Stunde backen. In der Form abkühlen lasse und vor dem servieren mit Staubzucker bestreuen.

Ein super leckerer Apfelkuchen mal etwas anders zubereitet.

Viel Spaß beim Backen 🙂

Rezept aus eve 2/09.

Mohntorte mit karamellisierten Äpfeln

Zutaten:Mohnkuchen

6 Eier

100g ger. Nüsse

200g ger. Mohn

3 Äpfel (säuerlich)

Saft von 1 Zitrone

250g weiche Butter

100g Staubzucker

Salz

1 TL Vanillezucker (echter)

ger. Schale von je 1/2 Zitrone und Orange

80g Kristallzucker

4 Äpfel (geschält) und 3 EL Kristallzucker

 

Zubereitung:

Backofen auf 160° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eier trennen. 3 Äpfel schälen, entkernen, grob reiben und mit Saft der Zitrone vermischen. Zitrone und Orange abreiben. Mohn und Nüsse mischen. Form einfetten.

Das Eiklar mit dem Kristallzucker zu festem Schnee schlagen.

Butter, Staubzucker, Salz, Vanillezucker, Zitronen- und Orangenschale (sehr) schaumig schlagen. Nach und nach die Eidotter untermischen. Dann die Mohn-, Nussmischung dazu geben, den Eischnee und die geriebenen Äpfel beimengen.

Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Für ca. 60 Min. im Ofen backen (Stäbchenprobe!). Den Kuchen nach dem Backen auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Für die Garnitur die 4 Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen (Äpfel sollen ganz bleiben und entweder mit einem scharfen Messer in feine Scheiben schneiden oder aber mit einer Küchenhobel (nicht zu) fein hobeln.

Eine schwere Pfanne erhitzen, den Kristallzucker einrieseln lassen. Die Apfelscheiben in die Pfanne geben und goldgelb karamellisieren lassen. Die Äpfel auf den Kuchen drapieren und noch warm (!) servieren.

Dieses Rezept ergibt einen herrlich saftigen und super leckeren Herbstkuchen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und lasst ihn euch, am besten mit etwas Schlagobers ;), schmecken.

 

Rezept aus Servus in Stadt und Land Gute Küche Herbst/Winter 2014

 

 

Weihnachten im Schuhkarton

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In etwas mehr als zwei Monaten ist wieder Weihnachten. Zeit der Familie. Zeit des Gebens. Zeit der Nächstenliebe. Wir haben das Glück, dass es uns gut geht. Wir haben genug zu essen. Zu trinken. Ein Dach über dem Kopf. Rosige Zukunftssausichten. Und am 24.12. wird wahrscheinlich reichlich unter unseren Weihnachtsbäumen liegen.

Ihr werdet euch jetzt wahrscheinlich fragen was es mit diesem Eintrag auf sich hat. Auch heuer findet die Aktion Weihnachten im Schuhkarton wieder statt. Es handelt sich hierbei um die weltweit größte Geschenke-Aktion für Kinder in Not. Jahr für Jahr werden in Österreich, Deutschland und der Schweiz Schuhkartons weihnachtlich verpackt, gut befüllt und an Kinder in Osteuropa und Asien versendet. Heuer gehen die Geschenkkartons nach Moldawien.

Wie kann ich helfen? Was kann ich machen?

– nehmt einen herkömmlichen Schuhkarton (bitte keine Stiefelkartons)

– verpackt den Deckel und die Schachtel extra in Geschenkspapier (wichtig, da die Kartons aufgemacht werden können müssen)

– befüllt den Karton (mit was ihr füllen könnt/sollt/dürft, lest bitte hier oder fragt bei mir nach)

– und gebt das Geschenk bei mir (respektive einer Abgabestelle in eurer Nähe) bis 15.11.14 ab

– wenn ihr könnt und wollt, freut sich die Organisation auch über eine Spende von € 6,- (für Transportkosten, Verwaltung, etc.)

Die Schuhkartons können für Mädchen oder Jungen gepackt werden. Die Kinder sind zwischen zwei und 14 Jahren alt. Bitte gebt an für welches Geschlecht und welche Altersgruppe ihr den Karton gepackt habt. Das Etikett könnt ihr euch hier downloaden und ausdrucken.

Bereits jetzt danke ich euch für eure Mithilfe! Ich freue mich auf zahlreiche Kartons 🙂 ❤

Bei Fragen bitte jederzeit bei mir melden.

P.s.: bitte fleißig teilen und liken damit wir möglichst viele Leute erreichen können!

 

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Eine rosa Haube für Dimir. Verteilaktion 2013. Foto: Geschenke der Hoffnung