Ein Pieks, ein Schrei und Schutz fürs Leben

Unmittelbar mit dem atemberaubenden Ereignis der Elternwerdung und all den damit verbundenen schönen, aufregenden und sinngebenden Momenten kommen auch die Entscheidungen die getroffen werden wollen. Entscheidungen die einfach und ‚frei von der Leber‘ entschieden werden können und solche die wohl überlegt sein wollen und genauer Prüfung bedürfen.

Ein viel und heiß diskutiertes Thema unter Eltern (und allen die mit ihnen in Verbindung stehen), ist wohl das Thema ‚Impfen‘.
Für mich und den Lieblingsmann war das nie groß im Gespräch. Impfen halt. Wir sind beide geimpft. Klar. Aber wie schaut das aus wenn man auf einmal die Verantwortung für sein eigenes Kind hat und auf einmal darüber entscheiden muss ob jemand anders als ich selbst gepikst werden soll?
Mit meiner Mamiwerdung kam vor allem auch eines: die Angst, dass meinem geliebten Sohn etwas zustoßen könnte. Und auf einmal wird auch eine einfache Impfung, ein winzig kleiner Pikser ein weltbewegendes Ereignis.

Nie im Leben habe ich es mir träumen lassen, dass ich die Notwendigkeit einer Impfung in Frage stellen würde. Aber man hört doch so vieles. Schlimmes. Angsteinflößendes. Angefangen von hohem Fieber bis zum Tod des Impflings. Liegt es da nicht in der Natur von frischgebackenen Eltern sich Sorgen zu machen?
Also zieht man Experten zu Rate. Die Hebammen, die Kinderkrankenschwestern und nicht zuletzt den Kinderarzt. Und wie ein gemeinsam eingeübtes Mantra hört man immer nur ‚Da kann ich Ihnen leider keinen Rat geben. Das müssen Sie als Eltern ganz alleine entscheiden.‘ Also liest man Bücher, Ratgeber, Erfahrungsberichte. Und was passiert? Die Angst wird immer größer, ohne, dass eine Entscheidungsfindung absehbar ist.

Entschieden muss es aber werden. Schließlich steht die erste Impfung bereits in den ersten Lebensmonaten an. Was die Sache nicht einfacher macht. Im Gegenteil. Mein kleiner, unschuldiger Sohnemann soll „grausamst“ mit einer spitzen Nadel gestochen werden und es wird ihm eine, mir völlig fremde, Substanz injiziert. Pfui.
Aber gut. Zurück zur Entscheidungsfindung. Wie gesagt, der Lieblingsmann und ich sind beide geimpft. Warum soll also unser Frühlingskind nicht geimpft werden? Warum ihm eine, womöglich lebensrettende Imfpung vorenthalten? Weil ich Angst habe? Weil ich mich nicht entscheiden kann? Ist das womöglich weitaus fahrlässiger als ‚ja‘ zur Impfung zu sagen? Und profitieren wir nicht ALLE daran, dass sich mein Nachbar, meine Mutter, der Fremde im Bus neben mir, impfen lässt? Ist es nicht so, dass manche Erkrankungen einfach aus dem Grund aussterben, weil die Durchimpfungsrate sehr hoch ist?

Gut, das warum ist also geklärt. Es bleibt aber der schale Nachgeschmack des Impfschadens. Was ist wenn es genau mein Kind trifft? Dazu habe ich unseren Kinderarzt befragt. Pro 20 Mio. Impfdosen kommt es auf ca. 10 Impfschäden (vgl. Dr. Maurer, „Staatlich anerkannte Impfschäden und medizinische Realität“, 2011).
Ich schlucke. Ein Restrisiko, dass mein Kind unter diesen 10 Betroffenen ist bleibt natürlich. Aber Stein am Kopf, Auto am Schutzweg und so…

Die Frage, die sich mir stellt ist, was ist wenn mein Kind an einer Krankheit erkrankt und letztendlich vielleicht sogar stirbt, gegen die ich es impfen hätte lassen können? Ist das nicht grob fahrlässig?

Ich fühle mit jeder Mutter, jedem Vater die unter der Impfentscheidung leiden. Die sich nicht entscheiden können. Nicht wissen wie mit dieser Entscheidung umgehen.
Aber ist es nicht unsere ‚Pflicht der Gesellschaft gegenüber‘ uns zu schützen? Darauf zu achten, dass die Durchimpfungsrate hoch bleibt um Krankheiten, gegen die man etwas tun kann, auszurotten?
Das ist meiner Meinung nach die Kernfrage. Auch ich habe gezögert. Nachgedacht. Die Vor- und Nachteile abgewogen. Aber im Endeffekt finde ich, dass es nur eine Antwort geben kann. Impfen. Ein Piks, ein Schrei und Schutz fürs Leben.

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Noppenkante ’nude‘

Collage Noppenkragen

Es ist zwar schon etwas länger her, dass ich dieses Set gestrickt habe, dennoch möchte ich es euch nicht vorenthalten. Besser spät als nie 🙂

Ich liebe diesen Kragen besonders in den Übergangszeiten. Einfach über leichtere Jacken und schon ist es kuschelig warm. Dazu die passende Mütze und der ‚Stylefaktor‘ wird auch berücksichtigt 😉

Die Anleitung zu Kragen und Mütze findet ihr in dem Buch „Neue Schals, Mützen & Co. Schnell gehäkelt und gestrickt“ von Katja Gradt und Tanja Steinbach.
Ich habe mit der Wolle ONline Linie 55 Montego mit der Farbnummer 30 gestrickt.
Ganz besonders an dem Kragen sind die Noppen an der oberen Kante. Und traut euch ruhig drüber. Die sind gar nicht so schwer wie es am Anfang scheinen mag. Ein super Anleitungsvideo habe ich hier gefunden.
Und die Mütze finde ich lässig, da sie ne gute Mischung aus normaler Mütze und Beanie ist.

Es dauert zwar ein bisschen bis alles fertig ist (zumindest bei mir 😉 ) aber es lohnt sich ❤

Once again: die Zähne kommen

Die Zähne. Nach dem Thema ‚Schlafen‘ ist das wohl das Lieblingsthema ’neuer Eltern‘.
Bei uns Beim Frühlingskind ist es wieder einmal so weit: es kommen Zähne. Diesmal oben. Und gleich zwei auf einmal. Autsch.
Schon seit einiger Zeit macht sich das (Groß)Ereignis bemerkbar: die Finger ständig im Mund. Nicht enden wollende Spuckewasserfälle. Rote Bäckchen. Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation. Rauf auf den Arm. Runter vom Arm. Herumtragen. Weinen. Schreien. Puh… Ihr merkt es wahrscheinlich schon: bei uns herrst ein bisserl ein Ausnahmezustand.
Und wenn der Tag geschafft ist, tja dann, dann kommt bekanntlich die Nacht. Die wir im Moment zum Tag machen…
Um 19:00 gehts ab nach oben. Pyjama anziehen. Zähneputzen (weil zwei sind ja schon da). Flaschi trinken. Schnuller rein. Liedchen singen. Erster Brüllanfall. Aufstehen. Rumtragen. Schnuller raus. Schnuller rein. Beruhigung. Liedchen singen. Rumtragen. Zweiter Brüllanfall. Weitertragen. Liedchen singen. Schnuller raus. Schnuller rein. Kurze Beruhigung. (Es ist mittlerweile 20:00). Nervös blicke ich auf die Uhr (um 20:15 startet ‚Tatort‘). Kein Schlaf. Rote Bäckchen. Er tut mir furchtbar Leid. Ich wiege ihn. Singe das hundertste Liedchen. Stecke zum tausendsten Mal den Schnuller rein. Er weint. Brüllt. Schreit. Windet sich. Man merkt ihm an wie sehr in diese neuen Beißerchen quälen. Das arme Frühlingsmäuschen. (Mittlerweile ist es 20:30. Also kein Tatort mehr.) Ich gebe auf. Dann eben nicht schlafen. Wir schauen uns gemeinsam den restlichen Tatort an. Das Frühlingskind krabbelt ganz aufgeregt glucksend die Couch auf und ab. Seine Bäckchen sind ganz rot. Die Augen schon ganz schwer. Trotzdem: schlafen nein nein. Gegen 22:30 ist er schließlich so müde, dass er auf der Couch einschläft. Also wieder rauf ins Bett. Aber wer jetzt aufatmet: nö. Gegen Mitternacht geht es wieder von vorne los. Brüllen. Schreien. Winden. Tragen. Hutschen. Singen. Wiegen. Einschlafen. Aufwachen. Alles wieder von vorne. Erst gegen 4:00 Früh tritt Entspannung ein. Tagwache um 7:30. Puh. Und wenn die Nacht geschafft ist, tja dann, dann beginnt bekanntlich der Tag…

Wir versuchen viel. Kügelchen. Zahngel. Beißring. Veilchenwurzel. Tragetuch. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass irgendwas wirklich hilft. Schmerzlich wird mir bewusst, dass mein kleiner Mann da ganz alleine durch muss.

Und wie wenn das nicht alles schon genug wäre, kommt jetzt auch noch eine eitrige Augenentzündung dazu. *grml*
Bei den letzten Zähnen musste sich der Mini mit einer Pilzinfektion herumschlagen. *hach*
Zähne bedeuten bei unsrem Zwerg also immer ein ziemlich lasches Immunsystem. Da wird jeder Keim zum Problem.

Wie läuft das Zahnen bei euch zu Hause ab? Habt ihr eine ‚Geheimwaffe‘?

Bastelsonntag: Deckelwurm

Was gibt es schöneres als an einem stürmischen Schneesonntag vor dem wohlig warmen Kachelofen zu sitzen und eine Runde DIY Kram für unser Frühlingskind zu machen?! Richtig: nix 😉

Nachdem wir brave MülltrennerInnen sind, haben wir in unserem Müllfundus einen eigenen ‚Alu-Korb‘, in dem sich mittlerweile doch schon so einige Deckel von Babygläschen (ja, richtig, ich bin eine der Rabenmütter die ihre Kinder mit Babygläschen füttern 🙂 ) angesammelt haben.
Eines Tages hat unser Mini dieses kleine, feine Körbchen erwischt und es mit ordentlichem Karacho gen Boden befördert. Das Scheppern das dabei entstanden ist fand unser Zwerg ganz herrlich und hat ihm herzhaftes Lachen beschert.
Und so ist es zu der Idee des „Deckelwurms“ gekommen: Deckel + Scheppern = Babylachen –> Spielzeug daraus machen!
Und ganz nebenbei wird auch noch Re- und Upgecycled *yippiie*

Und wenn auch du nicht mehr weißt wohin mit den angesammelten (Babygläschen)Deckel, dann hier die Anleitung für unseren Wurm.

Das brauchst du für den Deckelwurm:
– Deckel von Babygläschen (oder andere kleine Deckelchen)
– bunte Holzperlen (darauf achten, dass diese farbecht und speichelfest sind!)
– robuste Schnur (wir haben Hanfschnur verwendet)
– eine große Holzkugel für den Kopf
– ein paar Wollreste für die Haare
– wasserfesten Stift für das Gesicht (Achtung: unbedingt ungiftig!!!)
– Hammer
– Schraubenzieher
– Heißkleber

Und so funktionierts:
In die Mitte der Deckel machst du mit Hilfe des Hammers und des Schraubenziehers ein Loch (am besten geht das in dem du den Deckel auf ein Holzbrett legst). Dann fädelst du erstmal ein paar Perlen als Schwanz auf und dann abwechselnd eine Holzperle und einen Deckel.
Optional: in ein paar Deckel haben wir zusätzlich in den Rand zwei Löcher geschlagen um hier eine Schnur mit Holzperlen als Füße aufzufädeln.
Wenn dein Wurm die gewünschte Länge erreicht hat, fädelst du als Kopf eine große Holzperle auf (eventuell mit etwas Heißkleber fixieren).
Aus den Wollresten habe ich Haare in Form von zwei geflochtenen Zöpfen gemacht und diese mit Heißkleber angeklebt.
Die Augen haben wir aufgemalt. Es können aber auch Wackelaugen aufgeklebt werden.
Das Ende der Schnur lasst ihr am besten etwas länger und macht eine Schlaufe dran. So kann der Deckelwurm mit viel Geschepper nachgezogen werden 🙂

Und hier das Ergebnis:
Deckelwurm