Baumwolle, Batik und Co.

Mit meiner dritten Klasse startete ich heute das Thema „Baumwolle“. Dass dieses Thema unheimlich umfassend ist und von bis offen steht, ist wohl klar.
Wir aber widmen uns nur einem kleinen Teil dieses Unendlichkeitsthemas. Nämlich was ist Baumwolle eigentlich? Und wie kann ich sie mittels Färbetechnik zu einem ganz speziellen Unikat machen?

Angefangen wird mit der Frage was ist Baumwolle eigentlich?
Dazu habe ich den Kindern die verschiedensten Dinge aus diesem Rohstoff auf einem Tisch aufgelegt. Unter den Gegenständen befanden sich:
– Baumwollpflanzen
– Kleidung (T-Shirts, Jeans, Pullover, Socken, etc.)
– Kerzendochte
– Watte (Achtung kann auch aus Viskose sein!)
– Euro-Banknoten (enthalten „Linters“)
– Nähgarne
– Mullbinden (Achtung können auch aus Viskose sein)
Auf der Clixmix Seite bin ich dann noch auf ein tolles, kindgerechtes Video gestoßen, welches sehr anschaulich die Entstehung eines Baumwollshirts verdeutlicht. Unter dem Titel ‚Wachsen T-Shirts auf Bäumen?‘ ist dieses zu finden. Es verdeutlicht nochmals den Weg von der Pflanze zum fertigen Produkt.

Weiter gehts mit dem Projekt ‚mein Unikat‘. Und zu dem gelangen wir mit der Hilfe von Stofffarbe. Diesmal wird aber nicht bemalt oder bedruckt, sondern gefärbt. Und um dem Ganzen noch das gewisse Etwas zu verleihen, wird mit der Färbetechnik „Batik“ und „Shibori“ gearbeitet.
Beim sogenannten Batiken werden mit Hilfe von flüßigem Wachs verschiedene Muster direkt auf den Stoff aufgemalt.
Shibori hingegen beinhaltet die Technik des Faltens, Abbindens oder Zuknotens. Auch mit Hilfe von diversen Gegenständen (z.B. Murmeln).

Material für die Batik-Technik:
– Baumwollstoff
– Farbe zum Färben
– Fixiersalz
– Kübel
– Gummihandschuhe
– Arbeitskittel
– ev. Folie zum Abdecken
– Kerzen
– Teelichter (so erhält man flüßiges Wachs mit dem man direkt malen kann)
– Pinsel

zusätzliches Material für die Shibori-Technik:
– Faden zum Abbinden
– Gummiringerl in versch. Größen
– Materialien zum Einbinden (Murmeln, Stifte, etc.)

Anleitung zum Färben:
Die Farbe nach Packungsanleitung in einem Eimer anrühren (wenn nötig Fixiersalz dazugeben).
Je nach Technik wird der zu färbende Stoff entweder verknotet, abgebunden (feste zubinden!), gefaltet oder mit Wachs bemalt. Hierbei kann entweder direkt mit einer Kerze Wachs aufgetropft, oder mit Hilfe eines Pinsels aufgemalt werden.
Lustige Muster entstehen, wenn zusätzlich verschiedene Materialien (wie z.B. Murmeln) miteingebunden werden.
Die fertig hergerichteten Baumwollstücke (unbedingt vorab waschen!) werden dann in das Färbebad gelegt. Je nachdem wie intensiv die Farbe werden soll, variiert die Länge des Bades.
Natürlich kann auch mit mehreren Farben gearbeitet werden. Hierfür das Baumwollstück entweder gleichzeitig in zwei Farben hängen, oder zuerst in die eine Farbe hineingeben, trocknen lassen, neu abbinden (oder mit Wachs bemalen) und in eine andere Farbe legen.
Wenn der Stoff die gewünschte Farbe erreicht hat, wird er aus dem Färbebad herausgenommen und gründlich ausgewaschen (es sollte keine Farbe mehr herausgewaschen werden können). Zum Trocknen aufhängen – F E R T I G :

 

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