Ein paar Gedanken zum Weltfrauentag

Heute jährt sich der internationale Frauentag zum 106. Mal. Weit länger kämpfen Frauen auf der ganzen Welt, tagtäglich, nicht nur am 8. März um die Gleichstellung von Mann und Frau. Die Schere zwischen den Geschlechtern klafft unbeirrt weit auseinander, nicht nur in finanziellen Dingen. Nach wie vor finden sich in Geschäften die rosa-glitzer-Tutus neben den Superheldenumhängen. Was für welches Geschlecht bestimmt ist, brauche ich wohl an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Die Frauenquote in den Geschäftsführungen der großen und kleinen Unternehmen ist verschwindend gering. 70,6% der Frauen zwischen 25 und 64 sind teilzeitbeschäftigt. Denn, noch immer sind es mehrheitlich Frauen, die sich um die Kindererziehung kümmern. Die Frauen, die überhaupt ganztags arbeiten, verdienen um 18,2% weniger als ihre Kollegen. Männer bekommen doppelt so viel Pension wie Frauen. Sogar viele Geburten, mehrheitlich in Krankenhäusern, die von Männern geführt werden, sind fremdbestimmt. An jedem Eck wird Frauen die volle Zurechnungsfähigkeit abgesprochen.
Neben all diesen Fakten, die uns tagtäglich begegnen, wurde jüngst in Amerika ein Präsident gewählt, der sich offen dazu bekennt, dass man Frauen jederzeit an ihre ‚Muschi‘ fassen darf. Gestern im Radio lief die Nachricht, dass 2011 beim Atomunglück in Fokushima Frauen, anstatt Schutz in den Evakuierungszentren zu finden, dort mehrfach psychisch und körperlich missbraucht wurden. Sind doch die Zentren zur Gänze von Männern geführt worden. Und, um auch den aktuellen Diskussionen gerecht zu werden: die Anweisung von muslimischen Männern, dass Frauen ihre Reize zu bedecken haben, um sich selbst, die Männer, vor ihren eigenen Begierden zu schützen. Natürlich alles unter dem Deckmantel der Religionsausübung.  Und abschließend, um diese endlos weiterzuführende, niederschmetternde Liste, zu beenden: nach wie vor ist es nicht üblich, die weibliche Form in Schrift und Sprache zu gebrauchen. Nicht mal dafür sind Frauen gut genug. Das ‚verschandelt‘ höchstens das Layout und liest sich nicht flüssig.

Während ich hier sitze und den Kopf über all das Geschehen rund um mich schüttle und versuche mir meine Wut von der Seele zu schreiben, schläft meine kleine Tochter neben mir. Unschuldig. All das betrifft sie, noch, nicht. Aber irgendwann, wird auch sie in das Alter kommen, in dem es sie betreffen wird. Wahrscheinlich wird dies schneller gehen als mir lieb ist. Ist doch schon jetzt rosa die weibliche, schwache Farbe.
Am Straßenrand sehe ich immer wieder ‚zum Büchsenmacher‘-Schilder. Mädchen werden also bereits ab der Stunde ihrer Geburt auf ihr schwaches Geschlecht reduziert, nein, viel mehr werden sie wegen ihres Geschlechts denunziert. Aufgestellt von Männern, die das doch als einen ’netten Brauch‘ zur Geburt eines Mädchens sehen. Ungeachtet der Schmach und Beleidigung, die dieses ‚Brauchtum‘ mit sich zieht.
Ich merke, wie sich mein Herzschlag erhöht und sich in mir eine fürchterliche Wut breit macht und auch Sorge. Um meine Tochter. Um ihre Zukunft. Wie wird es sein, wenn sie heranwächst? Muss sie sich ständig behaupten nur, weil sie eine Vagina hat? Werde ich ihr das entsprechende Selbstvertrauen und die nötige Selbstliebe mitgeben können um diesen Kampf durchzustehen?
Tränen steigen mir in die Augen. Ich will, ich verlange, dass meine Tochter blaue Shirts mit der Aufschrift ‚adventurous‘ tragen kann. Dass sie die gleichen Chancen erhält wie ihr großer Bruder. Dass auch sie in Matschpfützen springen kann, ohne hören zu müssen, ‚dass so etwas ein Mädchen aber nicht macht‘. Ich verlange, dass auch sie die Wahlfreiheit hat, in jeder Hinsicht. Ich verbiete es, dass sie jemals auf ihre Weiblichkeit reduziert wird und sie hören muss, dass sie etwas nicht machen kann, weil sie ein Mädchen ist.
Egal was jemals aus ihr werden wird, Fußballspielerin, Frisörin, Mechanikerin, Kosmetikerin, Astronautin oder Lehrerin, sie muss die gleichen Rechte genießen können wie ihre männlichen Kollegen. Und damit diese Forderungen umgesetzt werden können, sind wir alle gefragt. Männer wie Frauen.

Seit ich Mutter einer Tochter bin, gehen mir Frauenrechtsverletzungen noch näher als sie es ohnehin immer schon getan haben, sie verletzen mich noch tiefer und machen mich noch wütender. Denn, es geht nicht mehr nur um mich und meine Rechte als Frau, sondern auch um die meines Kindes, meines Mädchens. Deshalb kämpfe ich umso dringlicher um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und sage zu euch: kämpft für euch selbst, für eure Töchter, Nichten und Enkelinnen. Kämpft!!!

Liebe Frauen dieser Welt: ihr seid wunderbar! Seid weiterhin so mutig, so schön, so kampflustig und schlau. Solidarisieren wir uns. Nicht nur heute, sondern jeden einzelnen Tag. Gemeinsam können wir diese männerdominierte Welt weiblicher machen.

Dieses wundervolle Bild ist von kleinerdrei.

P.s.: Heute hat mein Papa Geburtstag. Happy Birthday mein Lieblingspapi. Die Welt bräuchte mehr Männer wie dich! ❤

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Stoffwindeln: eine Energie-, Kosten- und Popobilanz

Sind Stoffwindeln tatsächlich günstiger als Wegwerfwindeln? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich viele, die überlegen, auf ‚Stoffis‘ umzusteigen (oder damit anzufangen).
Auch ich hab mich schon oft gefragt wie viel Geld wohl für Pampers & Co. draufgeht. Deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht diesen, doch erheblichen Teil der Stoffwindel-Wickel-Geschichte, durchzurechnen.

Energieaufwand vs. Www-Müllberg
Ein Kind, das 2,5 Jahre gewickelt wird, hinterlässt einen Windelmüllberg der ungefähr fünf Meter hoch wäre und ca. eine Tonne schwer. Auf Grund des Plastikanteils in den Windeln bleibt uns diese dann auch noch 55 (im schlimmsten Fall 500) Jahre erhalten, ganz abgesehen davon, dass die Windeln dann auch noch in einer Plastikverpackung stecken. In manchen Städten erreichen die Www 10% des gesamten Müllaufkommens. Unglaublich oder?
Natürlich sind die Stoffis auch kein reines Umweltwunder, denn sie müssen, logischerweise, gewaschen werden und das nicht zu knapp.
Grundsätzlich versuche ich die Windeln möglichst nicht separat zu waschen, sprich es landen immer auch Handtücher, Geschirrtücher, Unterhosen und sonstige 60° Wäsche mit in der Maschine. Aber waschen ist waschen ist waschen…

Also rechnen wir mal nach: wir haben eine relativ neue Waschmaschine des Herstellers ‚Indesit‘ mit 7kg Fassungsvermögen.
Wasserverbrauch pro Waschgang (60°): ca. 47 Liter
Stromverbrauch pro Waschgang (60°): 0,94 kWh
Waschmittelverbrauch (60°): ca. 60ml
Aufs Jahr gerechnet ergeben sich folgende Zahlen (wenn alle zwei Tage gewaschen wird):
Wasserverbrauch/Jahr: 8.601L (8,6m3)
Stromverbrauch/Jahr: 172kwH
Waschmittelverbrauch/Jahr: 11L
Das ist, umwelttechnisch gesehen natürlich auch keine Nullbilanz…

Die Angaben sind ungefähre Zahlen und natürlich ohne Gewähr.

So, stellt sich auch noch die finanzielle Frage. Dieser Aspekt taucht, bei uns Eltern, die die Kohle jetzt auch gar nicht mal so dicke haben und den neugierigen FragestellerInnen natürlich auch immer schnell auf. Also habe ich das auch mal durchgerechnet.

Sind Stoffwindeln tatsächlich billiger als Www?
Ich rechne mal die Durchschnittskosten im 1. Lebensjahr.
Beginnen wir mit den Stoffwindeln:
Wasserverbrauch/Jahr (€ 2,10/m3): € 18,06
Stromverbrauch/Jahr (0,21Ct/kWh): € 36,12
Waschmittel/Jahr (€ 2,53/L): € 27,83
Anschaffungspreis Pocketwindel (€ 11,95/Stk.): € 143,40
Anschaffungspreis Überhosen (€ 17,98/Stk.): € 107,88
Anschaffungspreis Mullwindeln (€ 2,39/Stk.): € 71,70
Gesamtpreis fürs erste Wickeljahr: € 404,99

Hier habe ich mit unseren angeschafften Stoffwindeln gerechnet. Die Anschaffungskosten variieren natürlich stark nach Marke der Stoffis.

Und die Kosten für Www im 1. Lebensjahr:
Hier sei gesagt, dass unsere Maus sehr zart ist. Wir würden also immer noch mit 1er Windeln wickeln. Und ich nehme einen fiktiven Wickelintervall von anfangs 10 Windeln/Tag, dann 7 (ab dem 5. Monat). An den Rechner, fertig, los:
10 Windeln/Tag = 70 Windeln/Woche = 280Windeln/Monat
7 Windeln/Tag = 49 Windeln/Woche = 196 Windeln/Monat
Monat 1 – 5: 1.316 Windeln
Monat 6 – 12: 1.372 Windeln
Kosten Monat 1 – 3 (babylove 1 0,17Ct./Windel): € 47,60
Kosten Monat 1 – 3 (Pampers 1 0,23Ct./Windel): € 193,20
Kosten Monat 4 – 7 (babylove 2 0,15Ct./Windel): € 142,80
Kosten Monat 4 – 7 (Pampers 2 0,22Ct./Windel): € 209,44
Kosten Monat 8 – 12 (babylove 3 0,12 Ct./Windel): € 117,60
Kosten Monat 8 – 12 (Pampers 3 0,21Ct./Windel): € 205,08
Müllentsorgungskosten bei wöchentlicher Entleerung/Woche: € 4,18/40kg
Eine volle Windel wiegt im Schnitt 225g. In eine Restmülltonne passen 40kg rein.
Müllentsorgungskosten Windeln/Jahr: € 100,8
Gesamtkosten Wegwerfwindeln im 1. Lebensjahr mit babylove: € 408,80
Gesamtkosten Wegwerfwindeln im 1. Lebensjahr mit Pampers: € 708,52
Wir haben mal Pampers und mal babylove Windeln verwendet. Deshalb hab ich auch nochmal den Durchschnitt ausgerechnet.
Durchschnittliche Jahreskosten mit Www: € 558,66

Im Schnitt sind die Stoffwindeln also um € 153,67 billiger als Www.

Einige werden jetzt sagen, schön und gut, aber die Energiebilanz fällt bei Stoffwindeln nicht recht viel besser aus als bei Www und dann macht nicht mal der Preisunterschied das Kraut wirklich fett.
Auf den ersten Blick: stimmt. ABER ein Kind wird durchschnittlich drei Jahre lang gewickelt. Bei Www fällt der Betrag von € 558,66 pro Jahr an. Sprich auf ein Wickelleben gesehen macht das fette € 1.675,98 (ich habe nicht mit dem Windelpreis der größeren Www gerechnet, da steigt der Preis dann nämlich nochmal gehörig…). Bei Stoffwindeln fallen in den weiteren Jahren „nur“ mehr die Energiekosten an. Macht auf ein Stoffwickelleben € 569,01. Das gefällt schon besser, oder? Wenn dann auch noch mit einberechnet wird, dass Kinder, die mit Stoff gewickelt werden, im Schnitt früher trocken werden, steigt dieses Plus auch nochmal.

Natürlich ist dies ein fiktiv berechneter Durchschnitt der, je nachdem welche Windelmarke man benutzt (sowohl bei Stoffis als auch bei Www), wie oft man wickelt und welche Windelgröße man bei Www benötigt, bei jedem Kind bzw. Familie individuell anders ausfallen wird.

Chemie in Www
Ein ganz wichtiger Punkt, in der Überlegung ob Stoff- oder Wegwerfwindel, waren für uns auch die chemischen Inhaltsstoffe der Www. Schon irgendwie komisch, dass in Www Pipi zu Gel wird und das dann auch noch diesen unverkennbaren, chemischen Geruch entwickelt, oder?! Hmmm… Auch ich hab bei Kind N°1, Asche auf mein Haupt, daran überhaupt nicht gedacht. Aber, bekannter Maßen, lernt man/frau ja nie aus!

Inhaltsstoffe von Www:
– Polyethylen (der am meisten verwendete Kunststoff)
– Polymersalze (Kunststoffe, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts aufsaugen können)
– Polypropylen (Kunststoff, ähnlich Polyethylen)
– Copolymer (Kunststoff, der eine bindende Wirkung hat)
– Acrylsäure (stark gesundheits- und umweltgefährdend)
– Stearylalkohol (Schmiermittel)

Die meisten Oberflächen der Www sind zusätzlich mit einer Lotion versehen, deren Inhaltsstoffe wie folgt sein können:
– Ci 61565 (Farbstoff, der bei Tierversuchen krebserregend wirkte)
– Paraffinum Liquidum (aus Erdöl hergestellt, kann die Hautporen verstopfen)
– Petrolatum (aus Erdöl hergestellt, verboten, wenn der Raffinationshergang nicht gänzlich bekannt ist)

Da Wegwerfwindeln sehr saugstark sind, bleiben diese oft lange an den Popöchen der Wickelkinder. Dadurch kann die Haut aufweichen und empfänglicher für die Aufnahme der chemischen Inhaltsstoffe sein. Das wiederum kann zu Ausschlägen, Ekzemen und Hautentzündungen führen, sprich roter-wunder-Wickelpopo.

Natürlich muss auch beim Kauf von Stoffwindeln auf deren Herstellung geachtet werden. In der Regel werden Stoffis aber vor deren Gebrauch (mehrmals) durch gewaschen. Und vor allem immer und immer wieder gewaschen, wodurch die diversen Inhaltsstoffe ‚ausgeschwemmt‘ werden.

Unser Herbstmädchen, sie wird, fast, nur mit Stoffis gewickelt, hatte bisher noch nie Probleme mit einem roten oder gar wunden Popo.
Das Frühlingskind hingegen (er wurde ausschließlich mit Www gewickelt) hatte oft mit wunden bzw. teilweise auch offenen Stellen am Popo zu kämpfen. Das hängt sicher mit der Kombination Feuchttücher (benutzen wir jetzt fast gar nicht mehr), Www und, dass er eher zu einer sensiblen Haut neigt, zusammen. Oft macht es eben die Mischung aus.

Dieser Eintrag ist ein kleiner Wegweiser, eine Durchschnittsübersicht und vor allem eines: meine persönliche Einschätzung. Dieser Eintrag soll ein bisschen neugierig und hellhörig machen. Ich bin auf den Stoffwindelzug aufgesprungen, weil es mein Beitrag zum Umweltschutz sein soll. Obendrein schützen sie auch noch den Babypopo meines Kindes. Für mich also rundum gut. 🙂

Ein Erfahrungsbericht über unsere bisherige Stoffwickelzeit ist übrigens schon im Entstehen. Ich freue mich, wenn du mitliest. 🙂

Wenn auch ihr überlegt euer Baby mit Stoffis zu wickeln oder auf Stoffwindeln umzusteigen, dann schaut doch mal bei Julia von windelwissen.de vorbei. Bei ihr kann man sich wirklich viele Infos holen und einiges über das Stoffwickelleben lernen.

 

Wir und das Ausländerproblem

Ich grad so am surfen durch das soziale Netzwerk. Immerhin habe ich mich gerade mit meiner Seite dorthin gewagt. Und bam, schon die erste Diskussion über das ‚Ausländerproblem‘ in Österreich. Und das obwohl das Ursprungsthema doch ein ganz anderes war.

In einer gut frequentierten Kinder-Tauschbörse wurde ein Thread zum Thema Tagesmutter für ein neun Monate altes Baby aufgemacht. Da kann natürlich der erste Seitenhieb, von wegen wie schlimm das ist, sein neun Monate altes Kind in Fremdbetreuung zu geben, nur, weil man arbeiten gehen will/muss, nicht lange auf sich warten.
Diverse Dinge wie AMS-Förderung, Unterhalt vom Staat, etc. wurden angekratzt.
Jetzt fragen wir uns natürlich: ja und? Was hat das jetzt mit unserem ‚Ausländerproblem‘ zu tun? Also bitte, das liegt doch auf der Hand: die Ausländer die zu uns nach Österreich kommen, bekommen alles in den Ar*** geschoben und wo bleiben wir Österreicher? Genau, auf der Strecke! Wir müssen uns um alles selber kümmern. Behördengänge. Unterstützungen. Wohnung. Und die, die bekommen alles zur Verfügung gestellt. Und wissen es noch nicht mal zu schätzen. Nein, die fangen auch noch an Einbrüche zu begehen, zu stehlen und zu vergewaltigen. Und, die schmeißen auch noch all die Sachen, die wir Österreicher uns so mühsam vom Mund abgespart haben, weg. Einfach so. Bäh. Aber bitte versteht mich nicht falsch. Es ist ja nicht so, dass diese Leute was gegen Ausländer haben. Nein, nein. Aber…

An all die Hetze-Treibenden-ich-hab-ja-nix-gegen-Ausländer-Bullshit-RednerInnen-und-FPÖ-so-wahr-mir-Gott-helfe-WählerInnen: haltet doch einfach mal die Klappe. Ihr nervt mich gewaltig.
Wir haben kein AusländerInnenproblem in Österreich. Wir haben ein Problem mit InländerInnen die ein AusländerInnenproblem haben.
Ich hab die immer gleichen, unreflektierten Aussagen so dermaßen satt.

Hier meine absolute HITLISTE. Und ein paar klitzekleine Anmerkungen dazu:

‚Was gibt denen das Recht bei uns kriminell zu werden?‘
Die Antwort ist ganz einfach: nix. Niemand hat ein Recht darauf irgendwo kriminell zu werden. Aber wer sagt denn, dass ‚die‘ in Österreich automatisch kriminell werden?
Schauen wir uns die Zahlen der ‚Ausländerkriminalität‘ mal genauer an:
Da heißt es nämlich, dass die Hitliste von den Deutschen angeführt wird. Sind aber keine AusländerInnen. Die reden ja Deutsch.
Abgesehen davon, werden in die Statistik der AusländerInnenkriminalität auch sogenannte „Kriminalitätsdelikte im Zusammenhang mit Fremdenverkehr“ miteinberechnet. Sprich Skidiebstahl, Ladendiebstahl oder Körperverletzung nach Wirtshausraufereien (Stichwort Almhütten…). Aber ja, AusländerIn bleibt natürlich AusländerIn.

‚Die meisten Straffälligen in den Gefängnissen sind Ausländer.‘
2/3 der rund 8.000 Inhaftierten in Österreich sind AusländerInnen. Also sind die doch weitaus ‚böser‘ als wir ÖsterreicherInnen, oder?! Ha, erwischt!
So ungefähr, ja. Fakt ist, dass AusländerInnen schneller in U-Haft genommen werden, als InländerInnen. Das resultiert schlicht und ergriffen darin, dass Fluchtgefahr bestehen könnte. Was bei einem/einer ÖsterreicherIn mit Hauptwohnsitz in Österreich nicht unbedingt der Fall ist. Außerdem wird die Resozialisierung eines ‚Illegalen‘ als gering eingestuft. AusländerInnen werden in Österreich ganz einfach schneller hops genommen als InländerInnen.
Hier übrigens die Nationalitäten unserer straffälligen AusländerInnen (Jänner – Juni 2015):
– Deutsche (4.819)
– Rumänen (4.638)
– Serben (4.187)
– Bosnier (3.134)
– Türken (3.080)
– Slowaken (1.657)
– Polen (1.512)
Auch drei IsländerInnen sollen 2015 in Österreich straffällig geworden sein. Krass. Sogar die!

Das herauszufinden kostete  mich übrigens nur einen Klick in einer großen Suchmaschine. Und natürlich die Zeit um das Obige zu schreiben.
Alle Details sind hier nachzulesen: kurier.at: ‚Wer die Tatverdächtigen wirklich sind.‘

‚Die Ausländer bekommen viel mehr Geld als wir Österreicher. Denen wird alles in den Ar*** geschoben.‘
Vorweg: das ist einer meiner alltime-Lieblinge!
Wenn ein/e AsylwerberIn in einer organisierten Unterkunft lebt, bekommt er/sie insgesamt € 50,- pro Monat (€ 40,- Taschengeld + € 10,- Freizeitgestaltung).
Für selbstständig Wohnende gibt es € 320,- (€ 120,- Mietzuschuss + € 200,- Verpflegung).
AsylwerberInnen bekommen außerdem KEINE Mindestsicherung. Diese wird erst zugesprochen, wenn der Status „anerkannter Flüchtling“ lautet, dann wird genau so viel ausbezahlt wie an ÖsterreicherInnen (max. € 837,76).
Aber wie schon oben erwähnt: Ausländer bleibt doch trotzdem irgendwie Ausländer, oder?!

Auch diese Infos haben mich nur ein paar wenige Klicks gekostet.
Mehr dazu gibt es hier: ZIB, Faktencheck: Asyl in Österreich

Zum Schluss sei noch gesagt: dieser Beiträg enthält einige Facetten an Sarkasmus und ein bisschen schwarzen Humor. Das braucht man nämlich, wenn man mit ÖsterreicherInnen diskutiert, die ’nix gegen Ausländer haben, aber …‘.

Und für alle, die es immer noch nicht kapiert haben:
oebana
Das alles ist nur ein kleiner Auszug. Wenn ich etwas Wichtiges vergessen habe, oder mich jemand eines besseren belehren will: nur zu. Ich bin offen für Kritik jeglicher Art!

Schwangerschaft N°1 vs N°2

Jetzt, da meine Kugelbauchzeit bald vorbei ist, dachte ich mir, ist es an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Was war diesmal anders? Was war gleich (war überhaupt etwas gleich?)? Wie geht es mir angesichts dessen, dass dies voraussichtlich die letzte Kugelbauchzeit sein wird? Ein paar Fragen, die es zu klären gibt.

Aber jetzt erstmal von Anfang an.
Dieses mal war ich beim positiven Schwangerschaftstest viel entspannter als beim ersten Mal (da bin ich ja ausgeflippt wie eine Wahnsinnige…), das hat sich allerdings recht bald geändert. Denn in der Schwangerschaft N°2 war mir fürchterlich übel. Das kannte ich von N°1 noch nicht. Den ganzen Tag lang jagte eine Übelkeitswelle die nächste. Wenn ich etwas gegessen habe, war mir 5 Minuten später kotzübel. Gerüche und Geschmäcker die ich sonst gern hatte, jagten mir einen kalten Schauer über den Rücken. Schwangerschaftsübelkeit. Bäh.
Mit SSW 12 war dies schlagartig vorbei. Zum Glück. Ich glaube ich hätte es keine Minute länger ausgehalten ;).
Beim Frühlingskind war ich in den Herbst/Wintermonaten hochschwanger. Diesmal hat sich das über den Sommer erstreckt. Was ich als weitaus unangenehmer empfand. Meist war es diesen Sommer nämlich drückend schwül und das ist mir so dermaßen auf den Kreislauf gegangen, dass ich unser Nordhaus mehr als nur 1x in den Himmel gelobt habe. Meist habe ich die schönen Sommertage also aus unserem ‚Kühlhaus‘ beobachtet.
schwangerschaftsalbenWas ich auf jeden Fall gemerkt habe ist, dass mir in dieser Schwangerschaft die Leichtigkeit fehlt. Bei Baby N°1 hatte ich dieses Urvertrauen in meinen Körper. Ich meine, immerhin haben schon Milliarden Frauen vor mir entbunden, oder?! Leider fehlt mir das diesmal komplett. Jeder kleine Zwicker, jedes Wehwehchen rufen Ängste in mir auf. Was ist, wenn etwas nicht stimmt? Geht es meinem Baby gut?
Es ist leider auch so, dass ich diese Schwangerschaft weit nicht so genießen kann wie die erste. Was angesichts unseres kleinen Wirbelwindes auch wahrlich kein Wunder ist. 🙂
Beim ersten Baby kannst du dich hinlegen wenn dir danach ist. Auch wenn es nur mal kurz die Beine hochlagern ist. Dieser Luxus fehlt in den weiteren Schwangerschaften. Das Frühlingskind braucht Action. Da kann keine Rücksicht auf den Dickbauch und die Kreuzschmerzen der Mama genommen werden.
Schwangerschaft N°2 ist schlicht und ergriffen anstrengender. Dazu kommt, dass wir kurz vor unserem Frühlingskind in ein großes Haus gezogen sind. Was neben viel Raum und Platz, natürlich auch viel Haushalt und Putzerei bedeutet. Außerdem Wäsche für zwei Erwachsene und einen Rabauken. Wenn ihr wisst was ich meine ;).

Bis vor ein paar Wochen habe ich mich außerdem ziemlich vor der Geburt gefürchtet. Das war beim ersten Kind auch ganz anders.
Ich habe eine liebevolle und sehr einfühlsame Hebamme, die uns auch zur Geburt begleiten wird. Trotzdem hatte ich immer diese Hintergedanken, dass etwas schief gehen könnte. Wie gesagt, dieses Urvertrauen aus SS 1 fehlt mir diesmal leider.
gipsabdruck2Seit ein paar Tagen hat sich dies aber, zum Glück, gelegt. Mittlerweile kann ich mich auf die Geburt freuen. Jetzt erfüllt mich die Vorstellung, dass jede Wehe mich ein Stück weiter zu meinem Baby führt, mit Glück und auch ein bisschen Stolz.
Wenn auch es so ist, dass ich dem Tag der Entbindung, wenn es endlich, endlich losgeht schon sehr entgegen fiebere. Diesmal kann ich es einfach nicht erwarten, dass die Fruchtblase platzt oder die Wehen einsetzen. Diese Sehnsucht, dass die Schwangerschaft vorbei ist, hatte ich bei Baby N°1 definitiv nicht. Diesmal freue ich mich wirklich sehr darauf, dass mein Körper wieder mir gehört (und auf das Schlafen auf dem Bauch!).
Diese Schwangerschaft hat mich viele Nerven, einige Tränen und mehrmals den Schwur ’nie wieder schwanger‘ sein zu wollen gekostet.
Unsere Familienplanung wird mit zwei Kindern abgeschlossen sein. Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Familie wie sie im Buche steht😋 .
Das bedeutet natürlich auch, dass dies meine letzte Schwangerschaft ist. Das letzte Mal, dass ich das Wunder des Lebens in meinem Bauch heranwachsen spüre.

Schade eigentlich.

I am back – 6 lange Monate Sendepause

E N D L I C H: es ist wieder so weit, ich bin zurück 🙃

In den letzten 4 Monaten ist im Hause salzburgmom so viel passiert, dass einfach keine Zeit zum Bloggen und, um ehrlich zu sein auch keine Lust. 😕

Aber jetzt erstmal von Anfang an. Der letzte Blogpost war Der zweite Frühlingsgeburtstag naht. Puh. Das ist wirklich schon laaaange her. Das Frühlingskind ist schon bald 2,5 und eben eine richtige „Ruam“ (= Lauser 😉). Leider war ihm in letzter Zeit das Glück nicht immer zur Seite. Im April hatte er einen schweren Unfall mit seinem Laufrad, was, kurz zusammengefasst, zwei Operation unter Vollnarkose, einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt und die Diagnose Bluterkrankenheit mit sich brachte. Das hieß für uns alle banges Warten, endlose Arztbesuche und Kontrolltermine, das Aufbrauchen unseres gesamten Pflegeurlaubs und natürlich sehr viel Angst und Ungewissheit.

Das ist mitunter ein Grund warum das Bloggen einfach nicht von der Hand gehen wollte. Mittlerweile ist der Zwerg wieder wohl auf und genauso draufgängerisch unterwegs wie eh und je. Nur Mama und Papa dürfen dabei nicht allzu weit weg sein.

Ein weiteres Ereignis im Hause salzburgmom ist Folgendes: WIR BEKOMMEN EIN BABY. Und das schon ziemlich bald. Nämlich in nicht ganz sechs Wochen. Das heißt ich befinde mich bereits im wohlverdienten Mutterschutz. Der Bauch wächst und wächst und wächst…
Auch das Frühlingskind hat natürlich längst gemerkt, dass da was „im Busch“ (haha…) ist. Er redet manchmal sogar mit seiner Schwester (ja, diesmal wird es ein Mädchen 🙂 ) und gibt dem Babybauch unendlich viele Bussis. ❤
Herrlich – ich bin gespannt wie sich die Geschwister(liebe) entwickeln wird.

Jetzt widme ich mich noch ein bisschen meinem armen verlassenen Blog und hoffe, dass mich die Muse in nächster Zeit wieder öfter küssen wird 😉

 

 

Kein Freiwild…

Köln. Silvesternacht 2015. Ein noch nie dagewesenes Ausmaß an Gewalt gegen Frauen in der breiten Öffentlichkeit. Ausgeübt von Männern. Was in jener Nacht in Köln geschah ist mir unbegreiflich. Macht mich traurig. Nachdenklich. Und auch ein bisschen ängstlich.
Die Wogen gehen hoch. Die Medien sind überschwemmt mit Berichten, Kommentaren und Meinungen dazu. Teils fragwürdig, teils kompetent. Mal klug und mal völlig hirnrissig.

Was aber stört mich jetzt so sehr daran? Mich, als Frau?
Es stört mich die Art und Weise wie manche BerichterstatterInnen (weibliche Journalistinnen nicht ausgenommen!) mit diesem Thema umgehen. Im Fokus steht meist nicht das unfassbare Ausmaß an sexueller Gewalt an Frauen jeglichen Alters, nein, im Vordergrund steht „unser Problem“ mit der Ausländerthematik. Ein gefundenes Fressen für das rechte Lager und die ewigen Ich-hab-ja-nix-gegen-Ausländer-aber-…-SagerInnen Schließlich und endlich waren an dieser ‚Aktion‘ nur ausländisch aussehende, wahrscheinlich sogar Asylwerber beteiligt.
Das Thema wie mit straffälligen Asylwerbern umgegangen wird ist die eine Sache, die andere Sache ist aber, was jenen Frauen in dieser Nacht zugestoßen ist. Nämlich die Situation in einer Nacht die mit Spaß, Neuanfang und Party verbunden ist, im öffentlichen Raum einen Spießrutenlauf zwischen alkoholisierten, gewaltbereiten Männern zu durchlaufen. Und das, ihr lieben Medien aller Art, das ist es worüber berichtet werden muss. Die Angst, nein die Panik, die Hilf- und Machtlosigkeit der Frauen die Gewalt jeglicher Art ausgesetzt sind.
Das Thema Gewalt an Frauen wird gerne mit anderen politischen Thematiken vermischt. Bitte korrigiert mich, wenn ihr eine solch hohe Welle der Aufmerksamkeit und Berichterstattung über Gewalt an Frauen als solches schon einmal erlebt habt. Scheinheilig wird unter dem Deckmanten „(sexuelle)Gewalt an Frauen“ über völlig andere Themen, wie, im jetzigen Fall, der Ausländerthematik diskutiert. Das ist es was mich so sehr daran stört.

Es werden Stimmen laut, die uns Frauen Vorschriften machen wollen, wie wir uns zu verhalten haben sobald es dunkel wird. Der Wiener Polizeipräsident etwa rät: „Frauen sollten nachts generell in Begleitung unterwegs sein, Angsträume meiden und in Lokalen keine Getränke von Fremden annehmen. Das war früher so und wird auch in Zukunft weiter so sein.“ – (derstandard.at/2000028619338/Gewalt-an-Frauen-Gruene-kritisieren-Aussagen-des-Wiener-Polizei-Chefs). Ja bitte was geht denn hier ab? War meine erste Reaktion. Sind jene Frauen „selber schuld“ daran was ihnen zustößt? Kaum zu glauben solch Aussagen von einem so hohen Freund und Helfer zu hören… Warum erklärt eigentlich niemand den Männern wie sie sich zu verhalten haben? Nämlich, dass sexuelle Gewalt (auch der „harmlose“ Pograbscher) an Frauen strafbar ist. Warum werden stets wir Frauen in die Schranken gewiesen? Wo bleibt die Solidarität, nein wo bleibt der Hausverstand?

Auf der Startseite eines großen social media Betreibers konnte ich heute folgende Statusmeldung lesen:
„Mädchen und Frauen, der Wiener Polizeipräsident rät euch, nachts nicht unbegleitet rauszugehen. Ich rate euch das Gegenteil. Geht auf die Straße. Fahrt in der Nacht U-Bahn. Lasst euch nicht aus dem Park verdrängen. Geht selbstbewusst in der Mitte des Gehsteiges. Marschiert im vollen Bewusstsein, dass der öffentliche Raum EUCH gehört. Reagiert empört, schnell und laut, wenn euch jemand dieses Recht streitig macht oder in eure persönliche Sphäre eindringt. Seid dabei wach, alert und bei Sinnen (also – zB alkoholtechnisch.) Lasst euch nicht vertreiben. Je mehr von uns draußen sind, umso sicherer ist es für uns alle.
Und an den Polizeipräsidenten: Erklärt doch bitte den Jungs und Männern, dass sexuelle Übergriffe ein Verbrechen sind. Und nicht den Mädchen und Frauen, dass sie nicht rausgehen sollen.“
Geschrieben von Corinna Milborn.

Das, liebe Frauen, genau das ist es was wir jetzt zu tun haben. Rotten wir uns zusammen. Seien wir gemeinsam laut. Zeigen wir uns solidarisch. Helfen wir einander.
Zeigen wir, dass wir uns nicht fürchten. Dass wir nicht das „schwächere Geschlecht“ sind, das sich zu Hause verstecken muss.

Ich bin wütend.

Mein Zirbenkissen, der Schlaf und ich *sponsored post*

In einem meiner vorangegangenen Posts (hier) konntet ihr über den Erhalt meines lang ersehnten Zirbenkissens lesen.
Und nachdem mich eine Freundin vor kurzem gefragt hat wie ich denn nun mit eben diesem Kissen schlafen würde, dachte ich mir ist es jetzt wirklich mal an der Zeit einen kleinen Erfahrungsbericht zu verfassen.

Ein Monat lang bin ich nun also schon dabei das Zirbenkissen von dormando auf Herz und Nieren zu testen. Dieses wurde mir von dormando kostenlos zur Verfügung gestellt, ihr könnt euch aber natürlich sicher sein, dass ihr hier nur meine eigene Meinung darüber lesen werdet.
Mein Frühlingskind hat das Kissen sofort entdeckt und mit den Worten „oh, neuer Polster!“ kommentiert. Das ist doch schon mal ein guter Anfang 😉

Das Zirbenkissen hat einen Kern aus Schafswolle, in dieZirbenkissen Zirbenspäne hineingemischt sind. Darüber ein Bezug aus Baumwolle (hierbei scheint es viele verschiedene Möglichkeiten zu geben. Z.B. auch nur mit Zirbenspänen).

Beim ersten Auspacken dachte ich mir, dass der Bezug wohl zu dick sein würde um den Geruch der Zirbe auch wirklich durchzulassen. Aber: das Kissen duftet ganz herrlich nach diesem wunderbaren Holz. Der Geruch ist weder aufdringlich (da bin ich nämlich sehr empfindlich), noch zu gering um ihn wahrzunehmen. Eben genau richtig.

Der Polster ist, durch die Schafwollfüllung, etwas dünn. Was für mich als Seitenschläferin genau richtig ist. Bis jetzt habe ich mich immer mit zu hohen Pölstern herumgeschlagen… Ich kann mir aber gut vorstellen, dass diese geringe Höhe nicht für alle angenehm ist.
Angenehm weich ist das Kissen ebenfalls, es pieksen auch keine Holzspäne und es riecht auch nicht nach Schaf ;). Den Duft empfinde ich, wie bereits erwähnt, sehr angenehm. Vom Komfort her gibt es also wirklich nichts zu meckern.

Zirbe ist momentan wohl ziemlich „in“ von Zirbenkissen bis Holzkugeln für Wasserkaraffen gibt es wohl alles.
Ob der Zirbenduft den Schlaf wirklich nachhaltig verbessert… Ich weiß es nicht… Vielleicht braucht es auch etwas länger als einen Monat um wirklich davon zu profitieren. Eventuell liegt es aber auch an unserem zahnenden Mini und nicht an der Wahl des Kissens, dass der Schlaf momentan etwas hinterherhinkt (aber das ist wieder ein ganz anderes Thema…).
Wie immer gilt: selbst testen 🙂

Edit: auch nach über einem Jahr schlafen wir sehr gerne auf dem Polster von dormando. Also wir stimmt eigentlich nicht, das Frühlingskind hat sich das Kissen nämlich angeeignet. Und zum Duft: dezent, aber immer noch da. 🙂

Schlaf doch mal wieder…

Schlafen. Schlaf. DAS Thema unter Eltern. „Schläft deiner schon durch?“. Wie sehr habe ich diesen Satz gehasst. Zumindest bis vor zwei Monaten. Seit diesem Zeitpunkt schläft unser Frühlingskind nämlich durch. So richtig mein ich. Mit mehr als 6 Stunden im eigenen Bett und so. Ha. Der Lieblingsmann und ich haben uns gegenseitig gratuliert und abgeklatscht. Weil jetzt wieder geruhsamer Schlaf und mehr Platz im eigenen Bett. Ihr wisst schon. Tatsächlich war die Sache mit dem Durchschlafen nicht nur eine Eintagsfliege. Nein, nein. Das Kind schläft tatsächlich den Schlaf der Gerechten. In der Nacht. Nämlich.

Nur die Mama… Bei der keine Spur von geruhsamen Schlaf. Schlaf der Gerechten. Oder ähnliches. Die Mama hat jetzt nämlich einen ganz leichten Schlaf. Nix mehr mit Haus unter meinem schlafenden Hintern ausräumen. Das morgendliche Postbotenklingeln gekonnt überschlafen. Weckerringring einfach in den Traum einbauen und so. NIX. NIX. Beim kleinsten Geräusch bin ich sofort hellwach. Hinlegen und einschlafen? Pustekuchen. Aus ist es mit schlafen sobald das Ohr den Kopfpolster berührt.
Puh… So hab ich mir das mit dem Durchschlafen des Kindes nicht vorgestellt. Ob das mit dem Alter zusammenhängt? Immerhin nähert sich der nächste Zehner mit rasant großen Schritten. Oder die tief im inneren verankerte, mütterliche Panik, dass frau das Kind nicht schreien hört (pah, wie wenn sich klein Sohnemann nicht bemerkbar machen könnte…).

 
Leider bin ich diesem Phänomen bis jetzt noch nicht ganz auf die Schliche gekommen. Umso gelegener kam mir vor einiger Zeit eine Emailanfrage eines online-Schlafartikel-Versandhandels. Kurz: dormando.
Da ich in ihren Augen „interessante Artikel“ veröffentliche und „einen Stil habe, der ihnen gut gefällt“, bitten sie mich um eine kleine Kooperation. Nicht werbender Natur, sondern mit Mehrwert und Inspiration für meine LeserInnen, soll der Artikel sein. Und ich solle mir doch bitte ein Produkt aus ihrer, doch sehr breiten, Produktpalette aussuchen.
Ui… Das ehrt ein Bloggerinnen-❤ natürlich schon. Kooperation und so. Also hab ich mich mal flux auf der Homepage www.dormando.de umgesehen.
Und da war es: mein lang ersehntes und schon x-Male gewünschtes, dann doch nicht gekauftes, Zirbenkissen 😍. Ich liebe den Duft von Zirbenholz. Damit assoziiere ich ein warmes Wohlgefühl und vor allem: Ruhe 🙏.
Hach. Schwärm. Kissen bestellt. Gehofft, dass es bald kommt. Und jetzt: da ist es. Yay. Es hat eben doch so seine Vorteile, wenn man das morgendliche Postbotenklingeln nicht mehr gekonnt überschläft 😋.
Jetzt wird das gute Stück erstmal ausgepackt und genauestens unter die Lupe genommen.

Auf, dass der Schlaf wieder zu mir zurückkehren möge.
Ein Erfahrungsbericht folgt.
Bis dorthin: eine wundervolle Vorweihnachtszeit! 🌟🌲❄ ⛄

Auf die Plätze, fertig, los: Krabbelstubenstart

Der Startschuss ist gefallen: das Frühlingskind geht in die Krabbelstube.
Im Moment befinden wir uns in der Eingewöhnungsphase. Genauer gesagt befindet sich der Sohnemann in der Eingewöhnungsphase der Krabbelstube und der Lieblingsmann in der Eingewöhnungsphase des Loslassens 😉

Lange haben wir nach einer passenden Einrichtung für unseren Zwerg gesucht. Das ist hier in Salzburg nämlich gar nicht so einfach. Das Angebot an privaten Krabbelstuben ist überschaubar. Besonders hier am Land können diese an einer Hand abgezählt werden (gibt es überhaupt welche?).
Dementsprechend ‚ausgebucht‘ sind diese Einrichtungen auch. Teilweise wurden wir auf Herbst 2017(!) vertröstet…
Dann, so zu sagen auf den letzten Drücker, haben wir aber doch einen Platz bekommen. Und zwar in einer ganz besonderen Einrichtung. Mit Anschluss ans Seniorenheim. Intergenerativ. Super interessant sage ich euch (bald mehr dazu 😉 ).

Aber die Situation, dass der Mini jetzt mehrere Stunden am Tag von uns getrennt ist, ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Puh. Loslassen. Hätte ich mir nicht gedacht, dass dieser Moment so schnell kommt.
Und obwohl ich weiß, dass der Sohnemann großen Spaß hat und die Krabbelstube für ihn genau das richtige ist, war es in den ersten Tagen wirklich nicht leicht…
Die Eingewöhnung ist Papasache. Super machen das die zwei Männer. In der Früh muss ich immer grinsen, wenn die Beiden losstapfen. Gut eingepackt, der Kuschelbär fest in der einen und den Papa (fest) an der anderen Hand. Herrlich dieses Bild.
Ich sag ja immer, der Lieblingsmann ist die bessere Mama ❤

Man/frau darf gespannt sein wie es weitergeht, denn nächste Woche wird das erste Mal in der Krabbelstube (die übrigens den wundervollen Namen „Sternschnuppe“ trägt) Mittag gegessen und dann auch noch geschlafen. Hui.

Ein Bericht folgt 🙂

 

So ruhig hier…

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… und den Grund seht ihr hier (und nein ich meine nicht das Weinglas links…).
Es ist vielmehr meine neue Tätigkeit als Klassenlehrerin. Nämlich. Klassenlehrerin. Einer 3. Klasse. Yay.
Und das, meine lieben Leserinnen und Leser, ist doch mit erheblichem Aufwand verbunden. Organisatorisch. Bürokram. Vorbereitungen. Nachbereitungen. Konferenzen. Besprechungen. Elterngespräche. *Kopfschwirr*

Und deshalb kommen die lieben Hobbies im Moment etwas zu kurz. Nähen zum Beispiel. Oder eben bloggen.
Und das Frühlingskind hat auch noch mit der Krabbelstube begonnen *Kopfnochmehrschwirr*.

Bald mehr zu alledem ihr lieben Nasen. :*